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Zahl der Blutspenden während EHEC-Krise angestiegen

Freitag, 1. Juli 2011

Hagen – Die EHEC-Krise hat offenbar mehr Deutsche als sonst zur Blutspende bewegt. Mitarbeiter des Roten Kreuzes nahmen im Juni etwa drei bis fünf Prozent mehr Spenden ab als im gleichen Monat des Vorjahres, sagte heute Sprecher Friedrich-Ernst Düppe im westfälischen Hagen.

Nun gebe es Befürchtungen, dass manche ihre Spende angesichts Tausender EHEC-Erkrankter nur vorzogen und die Konserven im Hochsommer knapp werden.

Vor allem im Norden, wo sich die EHEC-Fälle häuften, verzeichnete das Rote Kreuz mehr Blutspenden. In Mecklenburg-Vorpommern wurde an einem Tag ein Rekord aufgestellt: Statt wie üblich 450 bis 500 Menschen spendeten 800 ihr Blut, wie der dortige Blutspendedienst mitteilte. Zu einzelnen Terminen in Schleswig-Holstein seien knapp ein Viertel mehr Spender gekommen als sonst, sagte Düppe.

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In Bayern und Baden-Württemberg sei die Spendenbereitschaft aufgrund der zweiwöchigen Pfingstferien teilweise geschrumpft. Auch in der Region Frankfurt am Main war kein richtiger Trend zu erkennen. Während in der Stadt im Juni nach Angaben des Roten Kreuzes 15 Prozent mehr Spenden abgenommen wurden als im Vorjahresmonat, schrumpfte die Zahl in einigen Nachbarorten.  

In das private Blutspendezentrum in Lübeck kamen zahlreiche Menschen, um wegen der EHEC-Krise zum ersten Mal in ihrem Leben zu spenden, wie in Leipzig der Sprecher der Haema-Zentren, Jan Noack, sagte. Haema ist nach eigenen Angaben der größte private Betreiber von Blutspendezentren in Deutschland. „Die EHEC-Vorkommnisse haben dafür gesorgt, dass viele Menschen wieder über eine Blutspende nachdenken“, sagte Noack.

Täglich spenden bundesweit etwa 15.000 Menschen Blut beim Roten Kreuz. Etwa 60 bis 70 Prozent der Deutschen besitzen einen Blutspendeausweis, doch nur drei Prozent spenden regelmäßig. © dapd/aerzteblatt.de

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