München – In der hausärztlichen Versorgung in Bayern gibt es offenbar eine Diskrepanz zwischen Statistik und Versorgungsrealität. Das berichtete Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns, in seinem Vortrag auf der KV-Vertreterversammlung am 6. Juli.
Aktuelle Analysen der KV hätten ergaben, dass von den mehr als 9.000 in Bayern registrierten Hausärzten rund 1.600 Hausärzte nicht typisch hausärztlich tätig seien, so Krombholz. Das seien fast 20 Prozent aus der Arztgruppe.
„Es ist höchste Zeit, die Hausärzte zu stärken und vor allem den hausärztlichen Nachwuchs zu fördern. Andernfalls drohen in Bayern schon bald größere hausärztliche Versorgungslücken“, warnte er. Einer der Punkte, die die hausärztliche Niederlassung unattraktiv machten, sei die Belastung durch den Bereitschaftsdienst.
Darum beauftragte die Vertreterversammlung den Vorstand, diese Problematik offensiv gegenüber Politik und Krankenkassen darzustellen. Zudem wollen die Delegierten bei der nächsten Vertreterversammlung über Änderungen in der Bereitschaftsdienstordnung entscheiden.
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