Berlin – Um fast zehn Prozent auf 12,8 Milliarden Euro soll der Haushalt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 2012 gegenüber dem laufenden Jahr steigen. Das geht aus dem Regierungsentwurf zum Bundeshaushalt 2012 hervor, den das Kabinett Anfang Juli verabschiedet hat.
„Die Investitionen in die Köpfe ist der einzige Weg, um vorhandenes Potential zu wecken und zur Entfaltung zu bringen. Gerade in einem rohstoffarmen Land wie Deutschland ist dies eine lebenswichtige Investition in die Zukunft“, sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU).
Die Ministerin wies auf drei Initiativen besonders hin, nämlich den „Hochschulpakt 2020“, die „Exzellenzinitiative“ und den „Pakt für Forschung und Innovation“. Im Rahmen der ersten Säule des Hochschulpakts 2020 erhielten die Hochschulen für die vorübergehend stark steigende Zahl von Studienanfängern wegen doppelter Abiturjahrgänge um der entfallenden Wehrpflicht 1,1 Milliarden Euro für zusätzliche Studienplätze.
Der Qualitätspakt Lehre soll mit 175 Millionen Euro bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre ermöglichen. Die Forschung an Hochschulen sollen Mittel aus der Exzellenzinitiative mit 308 Millionen Euro und aus der zweiten Säule des Hochschulpakts (319 Millionen Euro) ausweiten.
Die Zuwendungen an die großen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und die Deutsche Forschungsgemeinschaft steigen 2012 laut BMBF um fünf Prozent auf insgesamt rund 4,3 Milliarden Euro.
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