Hannover – Rund 200 Bewerber aus ganz Deutschland haben sich auf 46 Plätze des sogenannten Freiwilligen Wissenschaftlichen Jahrs (FWJ) in Hannover beworben. Für den Abiturjahrgang 2011 bieten die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) und die Leibniz Universität Hannover sowie ihre wissenschaftlichen Partnerinstitutionen ab September 2011 erstmals ein solches FWJ an. Das zwölfmonatige Praktikum soll Berufsorientierung bieten, neue Perspektiven eröffnen und die Eingangsschwelle in wissenschaftliche und technische Studiengänge senken.
Initiiert wurde das FWJ vom Exzellenzcluster REBIRTH („Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie“) und der Graduiertenschule Hannover Biomedical Research School. „Wir sehen wissenschaftliche Arbeit an gemeinnützigen Hochschulen als wichtigen Beitrag zu einer modernen, wissensbasierten und kulturell offenen Gesellschaft“, sagte Christopher Baum, Forschungsdekan der MHH und Mitinitiator des FWJ.
Dieses biete die große Chance, akademisch-wissenschaftliche Tätigkeit gesellschaftlich stärker zu verankern und den wissenschaftlichen Nachwuchs schon früh zu gewinnen. Auch die niedersächsische Wissenschaftsministerin unterstützt die Initiative der MHH. „Der Zuspruch für das Freiwillige Wissenschaftliche Jahr ist erfreulich“, sagte Johanna Wanka (CDU). Wenn das Modell sich in der Praxis bewähre, könnten daran auch andere Hochschulen Interesse finden.
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