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Schockbilder auf Zigarettenpackungen lassen Raucher kalt

Dienstag, 12. Juli 2011

Bonn – Deutliche Veränderungen in der Emotionsverarbeitung bei Rauchern hat ein Wissenschaftler-Team unter Leitung der Universität Bonn festgestellt. Danach ist nach einer zwölfstündigen Abstinenz bei den Süchtigen das sogenannte Furchtzentrum im Gehirn weitgehend außer Kraft gesetzt. Die Forscher vermuten, dass Abschreckungskampagnen mit Bildern von Raucherlungen auf Zigarettenpackungen bei dieser Zielgruppe daher kaum wirken.

An der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Studie waren Wissenschaftler der Universitäten Bonn und Köln sowie der Charité in Berlin beteiligt. Sie ist publiziert im Journal „Human Brain Mapping“ (doi 10.1002/hbm.21293).

28 langjährige, jüngere Raucher und ebenso viele Nichtraucher nahmen an der Studie teil. Die Wissenschaftler zeigten ihnen Fotos von fröhlichen, angsterfüllten und neutralen Gesichtern. Gleichzeitig erfassten sie die Gehirnaktivität der Probanden. Im Augenmerk der Forscher stand dabei insbesondere die Amygdala. „Das ist das Furchtzentrum im Gehirn“, erläutert René Hurlemann, Oberarzt an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Bonner Universitätsklinikums.

Die Amygdala war immer dann aktiv, wenn die Probanden ängstliche Gesichter zu sehen bekamen. „Bei Rauchern und Nichtrauchern zeigten sich hier zunächst keine Unterschiede“, berichtet Erstautor Özgür Onur, der früher am Bonner Universitätsklinikum arbeitete und jetzt am Kölner Universitätsklinikum beschäftigt ist. Das sei immer dann der Fall gewesen, wenn die Süchtigen vorher rauchen konnten.

Wenn die Raucher aber eine zwölfstündige Abstinenz hinter sich hatten, zeigte sich ein anderes Bild: „Die Aktivität des Furchtzentrums war bereits nach wenigen Stunden Enthaltsamkeit im Vergleich zu vorher stark herabgesetzt. Bilder von ängstlichen Menschen waren ihnen schlicht egal“, sagte Onur. Raucher brauchten offenbar das Nikotin, um die Normalfunktion ihrer Amygdala aufrecht zu erhalten. © hil/aerzteblatt.de

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harlekin2000
am Mittwoch, 13. Juli 2011, 14:59

Impotenz wäre eine Schocknachricht.

Aber diese ist Angesichts der Möglichkeit von den blauen Pillen auch kein Schrecken mehr.

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