Nutzen der PET bei malignem Melanom laut IQWiG unklar
Mittwoch, 20. Juli 2011
Köln – Mangels aussagekräftiger Studien lässt sich der Stellenwert der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) alleine oder in Kombination mit einer Computertomographie (CT) für Patienten mit malignem Melanom derzeit nicht beurteilen.
Das berichtet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) in einem am 20. Juli veröffentlichten Abschlussbericht zum Thema. Erst am Montag hatte das Institut berichtet, auf Basis der derzeit verfügbaren Studien sei es nicht möglich, belastbare Schlussfolgerungen zum Nutzen der PET oder der PET/CT bei Ovarialkarzinomen zu ziehen.
Viele Fachleute hoffen laut IQWiG, dass eine Untersuchung mit PET oder PET/CT alleine oder in Kombination mit anderen Methoden schon bei der Diagnose hilft, versteckte Metastasen des Malignen Melanoms zu erkennen. Außerdem sollen die Verfahren bei Nachuntersuchungen früher ein Wiederauftreten des Krebses diagnostizieren.
Die IQWiG-Wissenschaftler haben deshalb die weltweite Fachliteratur nach Studien durchsucht, die Auswirkungen der PET oder PET/CT auf gesundheitliche Aspekte untersuchen, die für Patienten unmittelbar relevant sind.
Allerdings sei diese Suche erfolglos geblieben, so dass die Frage nach dem Nutzen der PET oder PET/CT unbeantwortet bleiben müsse. „Um den Nutzen der PET für Patienten mit Malignen Melanomen zu untersuchen, sind dringend methodisch hochwertige Studien erforderlich“, hieß es aus dem IQWiG. © hil/aerzteblatt.de
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