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Neuer HTA-Bericht zur Prävention von Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen

Dienstag, 26. Juli 2011

Köln – Ob und wie Präventionsmaßnahmen dazu beitragen, den Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen zu reduzieren, ist nicht hinreichend nachgewiesen. Darauf weist das Deutsche Institut für Medizinische Dokumentation und Information in einem neuen Health Technology Assessment (HTA) hin.

Demnach können Familieninterventionsprogramme sowie personalisierte computergestützte Interventionen an Schulen, Colleges und Universitäten vermutlich zwar dazu beitragen, Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen.

Dagegen sei die Wirksamkeit von Anzeigen- und Informationskampagnen in Funk und Fernsehen nicht ausreichend belegt. Der Bericht zeigt auch, dass nur wenige Maßnahmen Häufigkeit oder Menge des Alkoholkonsums dauerhaft reduzieren.

Im Rahmen ihrer Recherche stellten die Autoren bei vielen der 59 ausgewerteten Studien methodische Mängel fest: So werde der Begriff des „riskanten Konsums“ in einer großen Bandbreite verwendet, die Altersgrenzen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsene teilweise unterschiedlich definiert. Zudem fehlten Untersuchungen zu jungen Berufstätigen und Minderheiten. © hil/aerzteblatt.de

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harlekin2000
am Mittwoch, 27. Juli 2011, 08:56

"Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen vorzubeugen. "

Wenn ich so etwas höre, dann frage ich mich will man wirklich etwas dagegen tun oder klagt man, weil man klagen will und macht wieder nichts.
Die Abgabe von Alkohol an Jugendliche ist in Deutschland verboten. Wenn man also konsequent polizeilich ermittelt und eine Anzeigepflicht der Ärzte und Krankenhäuser einführen würde, dann wäre das Problem schnell abgestellt. Nur heute passiert niemandem etwas, der Alkohol an Jugendliche verkauft oder es für sie kauft, teilweise mit entsprechenden Gegenleistungen. Und da dürfen sich die Politik und die Strafverfolgungsbehörden schon Gretschenfrage stellen lassen: Heinrich wie häst du es mit Alkohol bei Jugendlichen.
Kontrabass
am Dienstag, 26. Juli 2011, 20:40

Verhaltensprävention bringt fast nichts

Die im Rahmen der Gesundheitsförderung seit bald 20 Jahren übermächtige Verhaltensprävention hat nicht nur nichts gebracht sondern auch noch das Aufkommen der neuen Modeerscheinungen Rauschtrinken und Mixgetränke erleichtert.
Die Regierungen sollten endlich ihre Verantwortung übernehmen und wirksame Massnahmen der Verhältnisprävention einführen und durchsetzen. Die bisherigen Alibiübungen der Verhaltensprävention dienen nur der Alkoholindustrie und nicht der Bevölkerung. Sogar die Weltgesundheitsorganisation der UNO drängt seit einem Jahr darauf.

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