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Betriebs­krankenkassen legen Positionspapier zum Morbi-RSA vor

Dienstag, 26. Juli 2011

Essen – Mit einem heute vorgelegten Positionspapier wollen die Betriebskrankenkassen (BKK) die Überarbeitung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) vorantreiben.

Das Papier sieht vor, einen Risikopool einzuführen, Verwaltungskosten aus dem Gesundheitsfonds gerechter zu erstatten und Krankengeldzuweisungen so anzupassen, dass Fehlallokationen korrigiert werden.

Das immer wieder diskutierte Modell, Morbiditätszuschläge auch für verstorbene Patienten für ein volles Kalenderjahr zu verrechnen, lehnen die BKKen hingegen ab. „Diese Forderung ist nicht zielführend, wenn es darum geht, für alle Kassen gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen“, heißt es aus dem BKK-Bundesverband.

Auch der Morbi-RSA führe in seiner derzeitigen Form weder zu einer planbaren Finanzausstattung der Krankenkassen, noch zu gerechten Wettbewerbsbedingungen. Stattdessen habe die „hochkomplizierte Umverteilungsmaschinerie einerseits Begehrlichkeiten geweckt und andererseits unfaire Wettbewerbsverzerrungen produziert“, moniert der Verband.

Deshalb begrüßten die 119 BKKen mit ihren 13 Millionen Versicherten die im Koalitionsvertrag vereinbarten Pläne, den „Morbi-RSA“ zu reduzieren, zu vereinfachen, unbürokratischer zu gestalten und besser gegen Manipulationen zu schützen. © hil/aerzteblatt.de

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