Medizin

Hysterektomien erhöhen Risko für koronare Herzkrankheit und Schlaganfall

Freitag, 29. Juli 2011

Köln – Die Hysterektomie und gleichzeitige beidseitige Entfernung der Ovarien erhöht bei jüngeren Frauen das Risiko für Schlaganfall und koronare Herzkrankheit. Vor diesem Hintergrund stellt die Arbeitsgruppe um Andreas Stang im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblatts (Dtsch Arztebl Int 2011; 108[30]: 508–14) die Ergebnisse ihrer Studie vor.

Die Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) gehört zu den häufigsten Prozeduren in der operativen Gynäkologie. Ihrer Untersuchung legten die Autoren die bundesweite Statistik zu diagnosebezogenen Fallgruppen (DRG) der Jahre 2005 und 2006 zugrunde.

Bei 4 Prozent aller Frauen, die in Deutschland wegen einer gutartigen Erkrankung hysterektomiert wurden und die jünger als 50 Jahre waren, erfolgte zugleich eine beidseitige Entfernung der Ovarien. Neuere Forschungsergebnisse ergaben, dass dieses Verfahren für die Betroffenen mit einem erhöhten Risiko für eine spätere koronare Herzkrankheit und Schlaganfall einhergeht.

Die Auswertung der Epidemiologen ergab zudem, dass die Raten der vorgenommenen Hysterektomien innerhalb Deutschlands deutliche regionale Schwankungen zeigen. So wurden zum Beispiel im untersuchten Zeitraum in Hamburg weniger Frauen wegen einer gutartigen Veränderung der Gebärmutter operiert als in Mecklenburg-Vorpommern.

Neben den vorliegenden Erkrankungen beeinflusst beispielsweise auch die Art der Krankenversicherung, das Geschlecht des Gynäkologen und der Sozialstatus der Frau  die Hysterektomierate. © Lu/aerzteblatt.de

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