Mitarbeiter der Uniklinik Heidelberg trainieren an virtuellen Patienten
Donnerstag, 4. August 2011
Heidelberg – Ein neuartiges Schulungskonzept des Universitätsklinikums Heidelberg ermöglicht es Kinderärzten und Pflegenden, am Computer an „Virtuellen Patienten“ das Vorgehen bei verschiedenen Notfällen im Kindesalter zu trainieren. Ziel ist es, die Klinikmitarbeiter optimal auf Ernstfälle vorzubereiten.
„Gerade junge Ärzte und Pflegekräfte haben die nötigen Maßnahmen zwar erlernt, fühlen sich im Ernstfall aber bisweilen unsicher“, erklärte Jochen Meyburg, Ärztlicher Leiter der interdisziplinären Intensivstation des Zentrums für Kinder und Jugendmedizin. Hier setze das Schulungskonzept des Uniklinikums Heidelberg an, das sich gezielt an das gesamte Behandlungsteam richte.
Nach einem vorbereitenden Selbststudium trainieren Ärzte und Pfleger beim eintägigen Praxisteil gemeinsam die Behandlung von Kindernotfällen. Die Teilnehmer erhalten über ein Internetportal Zugang zu aktueller Literatur, Leitlinien und jeweils zehn virtuellen Patienten für Ärzte und Pflegende.
„Wie im Klinikalltag führen die Nutzer selbständig Untersuchungen durch, stellen eine Diagnose und leiten die Therapie ein“, so Meyburg. Das Programm gibt Rückmeldung über den Erfolg der Behandlung.
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