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Sojatabletten bei vielen menopausalen Beschwerden unwirksam

Donnerstag, 11. August 2011

Miami – Sojatabletten sind offenbar keine ausreichende Therapieoption bei menopausalen Beschwerden. Das berichten Wissenschaftler um Silvina Levis von der Miller School of Medicine aufgrund einer Vorstudie. Sie publizierten ihre Ergebnisse in den Archives of Internal Medicine (doi:10.1001/archinternmed.2011.330).

Die ersten Stadien der Menopause sind gekennzeichnet durch schnellen Knochendichteverlust, vaginale Trockenheit, Hitzewallungen und Schlafstörungen. Als Alternative zur Hormonersatztherapie waren bisweilen Sojatabletten im Gespräch.

Eine Östrogentherapie mit oder ohne Progesteron kann den meisten der menopausalen Symptome vorbeugen. Die bekannten unerwünschten Nebenwirkungen einer Hormontherapie bringen die meisten Frauen jedoch dazu, nach Alternativen zu suchen.

Levis und ihre Kollegen untersuchten nun Frauen zwischen dem 45. und 60. Lebensjahr, die einen Knochendichte-Wert (T-Score) von -2,0 oder höher hatten, um die Wirksamkeit von Sojatabletten zu untersuchen.

Insgesamt beobachteten die Wissenschaftler die Daten von 248 Frauen, davon erhielten 146 Placebotabletten, wohingegen 122 die Sojatabletten erhielten. In einem Follow-Up von zwei Jahren, zeigten sich zwischen der Placebogruppe und der Sojagruppe keine Unterschiede in der Knochendichte.

Auch bei den menopausalen Symptomen ließen sich bei den meisten Symptomen keine signifikanten Unterschiede zwischen der Placebogruppe und der Gruppe mit den Sojatabletten feststellen. Nur bei den Hitzewallungen zeigte sich, dass etwa 48,4 Prozent der Studienteilnehmer der Sojatablettengruppe und 31,7 Prozent der Placebogruppe an Hitzewallungen litten. Die Frauen der Sojatablettengruppe klagten allerdings häufiger über Obstipation.

Die Wissenschaftler schlossen, dass Frauen zwar häufig wegen der unerwünschten Nebenwirkungen von Östrogenen das Bedürfnis haben, auf alternative Mittel zurückzugreifen, die Sojatabletten die menopausalen Symptome oder das Osteoporoserisikos aber nicht ausreichend verbesserten. © hil/aerzteblatt.de

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