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Neuer Biomarker zur Prostatadiagnose entdeckt

Donnerstag, 11. August 2011

Cincinnati – Ein neuer Biomarker, der auf einer DNA-Probe aus dem Blut basiert, könnte eine mögliche Ergänzung zu dem Prostata spezifischen Antigen (PSA) darstellen. Dieser Überzeugung sind Wissenschaftler um Tianying Wu von der University of Cincinnati. Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im British Journal of Cancer (doi:10.1038/bjc.2011.143).

Die Wissenschaftler führten eine Meta-Analyse von verschiedenen Studien durch, die sich auf DNA-Methylierungen in Körperflüssigkeiten konzentrierten. Die in die Meta-Analyse einbezogenen Studien hatten die Absicht, einen spezifischen Krebs-Biomarker namens GSTP1 als möglichen Kandidaten für ein Prostatakrebs-Screening zu untersuchen.

Die GSTP1 DNA-Methylierung tritt besonders häufig bei Prostatakrebs auf und lässt sich im Blut nachweisen. Wu und ihre Kollegen untersuchten die Daten von 22 Studien zwischen 2000 und 2009. Insgesamt waren dies 1.635 Proben von Personen mit Prostatakrebs und 573 Proben von gesunden Kontrollpersonen. Dabei beobachteten sie insbesondere das Vollblut, das Blutplasma, den Urin und das Ejakulat der Studienteilnehmer.

So entdeckten die Wissenschaftler, dass das GSTP1 ein signifikanter Biomarker für Prostatakrebs ist. Verglichen mit dem PSA-Wert alleine stieg die Genauigkeit der Prostatakrebsdiagnose auf 70 Prozent, wenn man die beiden Biomarker kombinierte, hieß es aus der Gruppe.

Wu erklärte, der PSA-Test sei zwar hoch sensibel, könne aber nicht zwischen einer benignen Prostatahyperplasie und einem Prostatakarzinom unterscheiden, deswegen seien zur Ausschlussdiagnose immer noch Biopsien notwendig.

Es sei zwar unwahrscheinlich, einen sensitiveren Biomarker als das PSA zu entdecken, aber das GSTP1 könne unnötigen Biopsien eventuell vorbeugen, erklärte die Wissenschaftlerin weiterhin.

Das Messen von GSTPI in Plasma oder Urin sei ein leichter und nicht invasiver Test. Dieser Biomarker könne Ärzten bei der Entscheidung für die Notwendigkeit einer Biopsie weiterhelfen, schloss Wu. © hil/aerzteblatt.de

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