Nationale Versorgungsleitlinie zur diabetischen Neuropathie erschienen
Mittwoch, 24. August 2011
Berlin – Mit einer neuen Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) zur Neuropathie hat das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin das vierte NVL-Modul zu Diabetes im Erwachsenenalter fertiggestellt. Bereits erschienen sind NVLs zu Fußkomplikationen, Retinopathie und Nephropathie.
Nervenschädigungen sind eine häufige Folgeerkrankung des Diabetes und betreffen Patienten mit Typ-1- und Typ-2-Diabetes. Nachweislich sind die Betroffenen besonders gefährdet, Fußkomplikationen zu entwickeln oder an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Schmerzhafte Neuropathien können zudem die Lebensqualität der Betroffenen bedeutend einschränken.
Die NVL Neuropathie bei Diabetes im Erwachsenenalter stellt die Versorgung der sensomotorischen diabetischen Polyneuropathie ausführlich dar. Außerdem behandelt sie die kardiale autonome diabetische Neuropathie sowie die autonome diabetischen Neuropathie am Gastrointestinal- und Urogenitaltrakt. Neben der Diagnostik und Therapie einer manifesten Neuropathie liegt ein weiterer Schwerpunkt auf effizienten Früherkennungs- und Präventionsmaßnahmen.
Die medikamentöse Schmerztherapie und die Therapie autonomer Störungen am Gastro- und Urogenitaltrakt ist ein wichtiger Bereich der NVL. Ziel ist, überflüssige und obsolete Therapien zu verhindern und die Behandlung anhand von praxisrelevanten Empfehlungen zu verbessern.
Darüber hinaus sind die Übergänge zwischen den hausärztlichen und fachärztlichen Versorgungsbereichen dargestellt und in klinischen Versorgungsalgorithmen zusammengefasst.
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