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Kammer Westfalen-Lippe für Erklärungslösung bei der Organspende

Dienstag, 6. September 2011

Münster – Für die sogenannte Informations- und Erklärungslösung bei der Organspende hat sich der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Theodor Windhorst ausgesprochen.

„So kann die Mangelsituation in der Trans­plantations­medizin in unserem Land und damit das lange Leiden auf der Warteliste entschärft werden“, sagte er vor einer Debatte des Gesundheitsausschusses des Bundesrates über das neue Transplantationsgesetz am Mittwoch in Berlin.

Die Erklärungs­lösung sieht vor, dass sich jeder Bürger nach entsprechend ausführlicher Information aktiv für oder gegen eine Organ­spende entscheidet. Das sei jedem Menschen zuzumuten, betonte der Kammerpräsident. Der Spendenmangel sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, an der alle mitarbeiten müssten.

„Dies geht nur mit einem Bündel an Maßnahmen, das eine breitere Information der Bevölkerung, eine stärkere Verankerung des Themas Organspende in den Krankenhäusern sowie möglicherweise eine Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen umfasst“, sagte Windhorst.

Der Kammerpräsident machte auf die Diskrepanz aufmerksam, dass zwar 80 Prozent der Bevölkerung sich in Umfragen positiv zur Organspende äußerten, aber nur 14 Prozent einen Spenderausweis mit sich führten. „Dabei sterben pro Tag drei Menschen auf der Warteliste“, so Windhorst. © hil/aerzteblatt.de

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