Homosexuelle in England dürfen wieder Blut spenden
Donnerstag, 8. September 2011
London – Homosexuelle und bisexuelle Männer in England, Schottland und Wales sollen ab November wieder als Blutspender zugelassen werden. Die zuständigen Minister hoben ein bislang geltendes lebenslanges Verbot auf, wie der Sender BBC am Donnerstag meldete. Bedingung für homosexuelle Spender sei jedoch, dass sie in den vergangenen zwölf Monaten keinen Geschlechtsverkehr hatten.
ddp
Der Ausschluss homosexueller Spender wurde in den 80er Jahren aus Angst vor HIV-Infektionen über Blutkonserven angeordnet. Ein medizinisches Gutachten sei hingegen zu dem Schluss gekommen, dass die Maßnahme nicht mehr zu rechtfertigen sei, so der Sender.
Nordirland werde voraussichtlich ebenfalls bald eine Entscheidung fällen.
Nach Angaben von BBC ereignen sich die meisten Neuinfektionen mit dem Aids-Virus in Großbritannien unter homosexuellen Männern. Der Ausschluss Homosexueller von Blutspenden erfolgte mit Rücksicht darauf, dass ein Spender bereits HIV-infiziert sein konnte, das Virus aber im Blut noch nicht nachweisbar war. Inzwischen seien die Bluttests verfeinert, so dass sich der Zeitraum für eine mögliche unerkannte Infektion verkleinert habe.
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Naja - wie Homosexualität entsteht und ggf. auch wieder vergeht, darüber darf ja schon seit einiger Zeit nicht mehr frei diskutiert werden. Wahrscheinlicher ist indes, dass es sich bei der H. um ein soziales Konstrukt handelt.
Leserkommentare
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