Medizin

Eltern sterben nach Kindstod früher

Donnerstag, 8. September 2011

York – Der Tod eines Kindes im ersten Jahr nach der Geburt lässt auch die Eltern früher sterben. Das berichten Wissenschaftler der britischen Universität York in der Zeitschrift BMJ Supportive and Palliative Care (doi:10.1136/bmjspcare-2011-000025).

Danach haben die Eltern ein bis zu viermal höheres Risiko, in den darauffolgenden zehn Jahren selbst zu sterben beziehungsweise ihren Partner zu verlieren. Vor allem Müttern, die ihr Neugeborenes verlieren, droht demnach ein früher Tod. Während sie in England und Wales mit viermal höherer Wahrscheinlichkeit vorzeitig starben, war die Gefahr in Schottland sogar sechsmal höher. Nach 25 Jahren war die Wahrscheinlichkeit, selbst zu sterben, für die Mütter noch 50 Prozent höher als bei Eltern, deren Kind lebte.

Den Grund für den früheren Tod jener Eltern konnten die Forscher nicht feststellen, weil die zugrundeliegenden Aufzeichnungen keinen Aufschluss lieferten.

Die Wissenschaftler um Mairi Harper nahmen aber an, dass Alkoholmissbrauch eine Rolle spielen könnte oder Betroffene sich häufiger das Leben nehmen als Eltern, deren Kind lebt. Eine weitere Erklärung wäre, dass Eltern, die eine Totgeburt oder den Tod ihres Babys im ersten Lebensjahr erleiden, selbst häufiger krank sind. © AFP/hil/aerzteblatt.de

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