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Ärzteschaft

Petition für Honorargerechtigkeit

Montag, 12. September 2011

Düsseldorf/Dortmund – Die Gesamtvergütung in Nordrhein und Westfalen-Lippe auf den bundesweiten Durchschnitt anzuheben, fordert eine jetzt freigeschaltete Petition der Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) Westfalen-Lippe und Nordrhein.

„Die Tatsache, dass ein Arzt in Westfalen-Lippe für die Behandlung eines Patienten acht Prozent weniger Honorar erhält als im Bundesdurchschnitt und sogar mehr als 20 Prozent weniger als in der finanziell am besten ausgestatteten KV-Region, lässt sich nicht rechtfertigen“, sagt der Erste Vorsitzende der KV Westfalen-Lippe, Wolfgang-Axel Dryden. 

Eine angemessene und faire Vergütung für die niedergelassenen Ärzte entscheide über die künftige Qualität und die flächendeckende Erreichbarkeit der ambulanten Versorgung, betonte Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. Deshalb müsse die Behandlung eines Patienten in Nordrhein-Westfalen genauso bezahlt werden wie die eines Kranken in anderen Regionen. 

Dryden und Potthoff rufen alle Vertragsärzte und Psychotherapeuten auf, die Petition zu zeichnen. Dabei richten sich beide ausdrücklich auch an Ärzte, Psychotherapeuten und Patienten in anderen Bundesländern, in denen für die ärztliche Versorgung weniger Geld zur Verfügung steht als im Bundesdurchschnitt.

Erreicht die Petition bis zum 20. Oktober 50.000 Unterstützer, behandelt sie der Petitionsausschuss in öffentlicher Sitzung. © hil/aerzteblatt.de

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Henry I
am Donnerstag, 15. September 2011, 21:36

@ Patroklos

Das ist schon richtig, was Sie über die Verringerung der Anzahl der gKK schreiben.
Ich meine nur, dass der äusserst geringe Spielraum, den die gKK haben, den Verwaltungsaufwand bei weitem nicht rechtfertigt - besonders nicht den luxuriösen Repräsentationsstil und Bestallung der Vorstandsetagen.
Durch Anzahl und Organisation der gKK dürften die Kostensteigerungen durch die Verschwendung einen - äusserst fraglichen - Konkurrenzeffekt bei weitem übersteigen.
Natürlich kann man darüber unterschiedlicher Meinung sein.
Ich finde es nur verdächtig, dass es keine verlässliche Zahlen über die Kosten gibt, die durch die Krankenkassen entstehen.
Patroklos
am Donnerstag, 15. September 2011, 10:48

@Henry I

Tatsache ist: Die Anzahl der gesetzlichen Krankenkassen hat sich in den letzten 20 Jahren von mehr als 1100 auf unter 200 reduziert. Das ist doch schon etwas.
Nur noch eine Kasse bedeutet dagegen:
Nur noch ein Profil, nur noch eine Führung, nur noch einen bürokratischen Weg; und bei strittigen Fragen nur noch eine zentrale Entscheidungsinstanz.
Die unterschiedlichen Krankenkassen haben auch bei Beitragsgleichheit (ausgenommen Zusatzbeiträge) schon einen gewissen Spielraum z. B. für das Kostenübernahmeverhalten zu entwickeln. Man nehme einmal den Bereich Naturheilverfahren oder auch Prävention. Meiner Meinung nach ist das wichtig und durch nur eine Kasse nicht abzubilden.

Und: Wäre der Trabant in 25 auch technisch verschiedenen Ausführungen auf dem Markt gewesen, wer weiss.
Henry I
am Mittwoch, 14. September 2011, 22:07

Oje...Patroklos

Sie schreiben: "[...] zentrale Planung mit 5- Jahresplänen usw. einführen?" Nun, da müssen Sie sich an die EU wenden, das wird sicher eher früher als später kommen, wenn wir nicht die Notbremse ziehen. Denken Sie nur an die "ehrgeizigen" CO2-Pläne.
Es gibt nun aber auch wirklich überhaupt keine Begründung für die Existenz von 150 "gesetzlichen Krankenkassen", die sich alle am Zwangsbeitrag des Versicherten laben und zudem noch als komfortabler Rückzugsort für vorbeugend abgewählten SPD-Tanten dienen...
Eine einzige "deutsche gesetzliche Krankenkasse" würde völlig reichen.
Oder gar keine - die Briten ziehen die Kosten für das NHS mit den Steuern zusammen ein.
150 "gesetzliche Krankenkassen" ist ungefähr so, als hätte man den Trabant 601 seinerzeit in 150 unterschiedlichen Fabriken produziert und nur jedesmal ein winziges Detail verändert.
Patroklos
am Mittwoch, 14. September 2011, 12:48

Einfache Lösung aller Probleme...?

Das hätte ich nun nicht gedacht. Sollte man da nicht gleich wieder die zentrale Planung mit 5- Jahresplänen usw. einführen?
Wenn es denn mein Einkommen erhöht, gern!
harlekin2000
am Mittwoch, 14. September 2011, 10:33

Einfache Lösung aller Probleme in der Honorafrage:

Auflösung aller KVen und Schaffung einer Zentrale. Warum bekommt ein Orthopäde in Bayern eine andere Vergütung als in Sachsen-Anhalt? Diese Kleinstaaterei mit KVen, die dann doch nichts tun ist doch vollkommen unsinnig. Und man mag mal anderen Europäern erklären warum wir 150 Krankenkassen brauchen. Diesen Luxus mit allen Grüssaugusten an der Spitze haben wir nur in Deutschland.
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Dienstag, 13. September 2011, 08:49

Keine "Rote Laterne" in NRW!


Diese Petition zielt darauf ab, im Sozialgesetzbuch (SGB) V eine b u n d e s e i n h e i t l i c h e Vergütung im Regelleistungsvolumen (RLV) der Vertragsärzte festzulegen, um die bisher massiven regionalen Unterschiede abzuschaffen.

Die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung in der GKV soll bundesweiten Standards folgen.

Die Petition kann aufgerufen werden unter:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=19688


Zur Mitzeichnung bitte den Anleitungen des Petitionsausschusses folgen.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

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