Dortmund – Die Angst der Bundesbürger vor Pflegebedürftigkeit ist einer Umfrage zufolge groß: Für 82 Prozent ist die Vorstellung, einmal auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, die größte Sorge für die persönliche Zukunft, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung der Dortmunder Continentale Krankenversicherung hervorgeht. Private Vorsorge hält die Mehrheit zwar für notwendig, entsprechend abgesichert ist aber nur eine Minderheit.
Die Angst vor Pflegebedürftigkeit stand eindeutig an erster Stelle der fünf abgefragten Lebensrisikos - 52 Prozent erklärten sogar, sie hätten große Angst davor. Die Angst vor Krankheit (78 Prozent) und nicht ausreichender Altersrente (66 Prozent) kamen auf Platz zwei und drei, gefolgt von Berufsunfähigkeit (53 Prozent) und Arbeitslosigkeit (45 Prozent).
Mehr Frauen als Männer erklärten, sie fürchteten sich davor, pflegebedürftig zu sein. Die meisten Sorgen machten sich die Befragten den Angaben zufolge jedoch nicht um sich selbst, sondern um ihre Angehörigen: 83 Prozent erklärten, sie hätten Angst vor der persönlichen Belastung der Familie durch die Pflegesituation, 65 Prozent haben davor sogar große Angst.
aerzteblatt.de |
Für die seit 2001 jährlich durchgeführte Continentale-Studie in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid wurden 1.297 Menschen ab 25 Jahren befragt, darunter 1.134 gesetzlich Krankenversicherte.
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