FALK-KVen haben kein Verständnis für Umverteilungspläne aus NRW
Mittwoch, 21. September 2011
Berlin – Die Freie Allianz der Länder-KVen (FALK) weist die aus Nordrhein-Westfalen (NRW) erhobenen Forderungen nach einer Umverteilung von Geldern im KV-System vehement zurück. In der vergangenen Woche hatten die KV Westfalen-Lippe (KVWL) und die KV Nordrhein (KVNO) eine „bedarfsgerechte Verteilung“ der Gelder gefordert.
„Bevor die Vorstände aus NRW auf fremde Honorartöpfe schielen, sollten sie erst einmal ihre eigenen Hausaufgaben machen und vernünftige Verhandlungen mit den dortigen Krankenkassen führen“, forderten die FALK-Vorstände aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. So spreche Dryden zwar von „bedarfsgerecht“, rufe aber gleichzeitig nach einer Umverteilung von Geldern nach dem Gießkannenprinzip. Ohne eine differenzierte Betrachtung der regionalen Versorgungsstrukturen mache eine Diskussion über die Vereinheitlichung der Vergütung aber keinen Sinn, so die Vorstände der FALK-KVen.
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Ihr Credo lautet dementsprechend: Wichtig ist mehr Regionalität auf Basis einer differenzierten Betrachtung der unterschiedlichen Versorgungsstrukturen in Stadt und Land. Nur so könne es gelingen, dem zunehmenden Mangel an niederlassungswilligen Ärzten wirkungsvoll zu begegnen und weiterhin bundesweit eine flächendeckende ambulante Versorgung für die Patienten zu gewährleisten.
Währenddessen riefen die nordrhein-westfälischen KVen ihre Mitglieder erneut auf, noch bis zum 29.September ihre Petition zur bedarfsgerechten Vergütung zu unterzeichnen. „Appellieren Sie mit uns an den Deutschen Bundestag, die Zukunft der ambulanten Versorgung in NRW endlich auf die Agenda zu bringen“, warben die KV-Vorstände Peter Potthoff (KVNO) und Wolfgang-Axel Dryden (KVWL). © hil/aerzteblatt.de
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