Politik

PKV lehnt Unionspläne zur Pflegeversicherung ab

Donnerstag, 22. September 2011

Köln – Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) hat die Unionsvorschläge zur Reform der Pflegeversicherung als ungeeignet zurückgewiesen. „Dies alles sind keine demografiefesten Ansätze“, monierte PKV-Verbandsvorsitzender Reinhold Schulte. Zuvor hatten CDU und CSU unterschiedliche Pläne für die künftige Finanzierung der Pflegeversicherung vorgelegt.

Aus Sicht der PKV entsprechen jedoch beide Unionsansätze nicht der Forderung nach einer generationengerecht finanzierten Pflegeversicherung. „Das geht nur mit dem Aufbau kapitalgedeckter Rückstellungen, mit denen jede Generation für ihre eigenen absehbaren Risiken vorsorgt“, verwies Schulte. Er rief die Politik auf, zu dieser im Koalitionsvertrag festgehaltenen Überzeugung zurückzufinden.

Schließlich gehe es in der Pflege keineswegs nur um ein „vorübergehendes“ Problem. „Der demografische Druck infolge schrumpfender Jahrgänge von Beitragszahlern bleibt dauerhaft erhalten. Er kann nur durch kapitalgedeckte Rückstellungen dauerhaft gemildert werden“, warnte der PKV-Chef.

In diesem Zusammenhang plädierte er dafür, die Pflegeversicherung künftig außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung sowie staatlicher Einflussnahme anzulegen. Nur so werde sichergestellt, dass die Politik die Geldreserven nicht für andere Bereiche aufbrauche, anstatt damit nachhaltig für die Pflege vorzusorgen. © hil/aerzteblatt.de

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