Greifswald – Am 8. Juni kam die kleine Neubrandenburgerin Paulina Emily in der 22. Schwangerschaftswoche mit 490 Gramm Geburtsgewicht auf die Welt. Ihr Gewicht ging in der ersten Lebenswoche auf 400 Gramm zurück. Inzwischen wiegt das Mädchen aber mehr als 1.800 Gramm und soll in das Neubrandenburger Klinikum verlegt werden.
„Die Grenze zum Leben wird in Deutschland mit 24+0 angesehen, darunter gibt es seltene Einzelfälle“, erläuterte der Leitende Oberarzt der Abteilung Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Universitätsmedizin Greifswald, Sven Armbrust.
Die Ärzte müssten in solchen Fällen anhand des klinischen Zustandes des Kindes eine individuelle Entscheidung im Kreißsaal fällen. Unter 23+0 liege die Überlebenschance dieser Kinder maximal im einstelligen Prozentbereich. Im Alter von 22 Schwangerschaftswochen gebe es weltweit nur wenige Beschreibungen.
„Das Mädchen und sein Überlebenswille sind ein kleines Wunder“, sagte der Frühchenexperte. Sicherlich müssten Ärzte die weitere Entwicklung sehr intensiv verfolgen. „Aber Paulina hat sich bisher mit unglaublich viel Kraft ins Leben gekämpft, so dass wir guter Dinge sind“, so Armbrust.
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