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| dpa |
Unter den Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren sind allerdings mehr Mädchen als Jungen betroffen. Während die Mädchen (77 Prozent) häufiger als Jungen (65 Prozent) in sozialen Netzwerken unterwegs sind, werden Jungen (34 Prozent) häufiger als Mädchen (7 Prozent) von Online-Spielen gefesselt. Rund 15 Prozent der 14- bis 16-Jährigen sind suchtgefährdet.
Mit einem Bevölkerungsanteil von einem Prozent reihen sich die Internetabhängigen ein zwischen Glücksspielern, Alkoholikern und Drogensüchtigen. Nach Angaben von Studienleiter Rumpf sind deutschlandweit 1,4 Prozent der Bevölkerung alkoholsüchtig.
Dyckmans sagte, dass die Zahl der Internetsüchtigen auf dem Niveau der Cannabiskonsumenten liege. Dies sei „besorgniserregend“. Entsprechend will die Bundesdrogenbeauftragte ihren Arbeitsschwerpunkt 2012 auf „Computer- und Spielsucht“ setzen. Dyckmans sprach sich für allgemein verbindliche Diagnose- und Behandlungsleitlinien aus. „Besonders gefährdende Spiele sollten außerdem eine höhere Altersbeschränkung erhalten“, sagte sie.
Rumpf berichtete, dass zunächst eine Definition für die Internetabhängigkeit gefunden werden musste. Als abhängig wurden Nutzer mit einer täglichen Nutzung von mindestens vier Stunden eingestuft. Als gefährdet galten diejenigen, die pro Tag zwei bis drei Stunden im Internet verbrachten. Weitere Kriterien waren Kontrollverlust, Entzugserscheinungen wie Angst, Unruhe und Gereiztheit sowie wenig Schlaf.
Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), forderte, dass Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung der Internetsucht übernehmen. "Wie bei allen Suchterkrankungen brauchen wir auch hier Therapieplätze", sagte er der Rheinischen Post vom Dienstag. Die Linkspartei sprach sich gegen höhere Altersgrenzen für Computerspiele aus.
Statt auf Verbote müsse auf eine Förderung der Medienkompetenz junger Leute gesetzt werden, erklärte ihr drogenpolitischer Sprecher Frank Tempel.
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