![]() |
| dpa |
Bei der Lebertransplantation ist der Bedarf an Spenderorganen seit einigen Jahren größer als das Angebot. Bei Eurotransplant standen Ende 2010 2442 Patienten auf der Warteliste 1606 postmortalen Spenderorganen im gleichen Jahr gegenüber. In den USA ist das Missverhältnis mit 18.000 gegenüber etwa 4.500 Lebertransplantationen noch höher.
Um die Organe besser zuzuteilen, hat die amerikanische United Network for Organ Sharing 2002 den „Model for Endstage Liver Disease“ oder MELD-Score eingeführt. Er soll sicherstellen, dass Patienten, die eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, auf der Leberwarteliste zu sterben, bevorzugt ein Organ zugeteilt bekommen. Eurotransplant hat den MELD-Score Ende 2006 eingeführt.
Der MELD-Score kann aber nicht verhindern, dass viele Patienten auf der Warteliste sterben. Die Transplantationszentren bemühen sich deshalb um Lebendspenden. Die Lebendspende wurde anfangs nur für Lebertransplantationen bei Kindern akzeptiert.
zum Thema |
Die Vorteile waren sowohl für Patienten mit einem hohem MELD-Score (und damit einer schlechten Überlebenschance auf der Warteliste), als auch für Patienten mit einem niedrigen MELD-Score vorhanden. Einzige Ausnahme bildeten Patienten mit hepatozellulärem Karzinom und einem niedrigen MELD-Score. Diese Patienten haben, wie Berg ausführt, keinen Vorteil von einer Lebendspende.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.