Ausland

Hebamme erhält alternativen Nobelpreis 2011

Donnerstag, 29. September 2011

Stockholm – Die aus den USA stammende Hebamme Ina May Gaskin erhält den „Alternativen Nobelpreis“ 2011 (offiziell: Right Livelihood Awards).

Die Right Livelihood Award Stiftung gab heute in Stock­holm die vier Gewinner be­kannt. Gaskin lehre und ver­breite Geburts­methoden, die Frauen in den Mittel­punkt stellen und die körperliche wie geistige Gesundheit von Mutter und Kind fördern, heißt es in der Begründung der Jury.

Dem Komitee zufolge wird die 1940 geborene Ina May Gaskin häufig als die „berühmteste Hebamme der Welt” bezeich­net. Als Pionierin eines uralten, in ihrem Land vom Aussterben bedrohten Berufes vereine sie wissen­schaftliche Analyse mit weitreichender Erfahrung in der Praktizierung natürlicher Medizin.

„Ina May Gaskin ist ein Vorbild für Hebammen, die es wagten, andere Wege zu gehen im Versuch, Geburtshilfe menschlicher zu gestalten, und die den Frauen die Möglichkeit geben, selbst zu entscheiden, welche Art der Entbindung für sie persönlich die richtige ist“, heißt es von der Stiftung.
 

Anzeige

Laut Stiftung half Ina May Gaskin bei etwa 1.200 natürlichen Geburten, gemeinsam mit ihren Partnerinnen sogar bei mehr als 3000. „Dank ihrer Arbeit und Fachkompetenz wurde sie zur Pionierin der Hebammenausbildung und bewahrte dabei ein einzigartiges Wissen, das in einer Welt technisch dominierter Geburten größtenteils vergessen war“, so das Komitee.

Das „Gaskin Manöver” werde heute international gelehrt. Dabei handelt es sich um eine Methode, die Gaskin von traditionellen Hebammen aus Guatemala lernte. Damit sollen langwierige Wehen, routinemäßige Dammschnitte vermieden sowie Steiß- und Zwillingsgeburten erfolgreich entbunden werden.

© hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

4.053 News Ausland

Nachrichten zum Thema

01.02.16
Hebammen schlagen Alarm
Berlin/Karlsruhe – Die Arbeitsbedingungen von Hebammen verschlechtern sich dramatisch; im Gegenzug werden Gebärende einer Studie zufolge immer weniger gut betreut. Rund 95 Prozent der Hebammen......
15.01.16
Berlin – Die Zahl der freiberuflichen Hebammen mit Geburtshilfe ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Dies geht aus einer Statistik des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)......
10.12.15
Berlin/Karlsruhe – Der Streit um die Haftpflichtkosten deutscher Hebammen geht weiter. Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) wirft dem Deutschen Hebammenverband (DHV) eine......
28.09.15
Köln – Der Deutsche Hebammenverband (DHV) hat die Neuregelung zum Haftpflichtausgleich kritisiert. Es handelt sich um die Entscheidung einer Schiedsstelle, nachdem die Verhandlungen zwischen dem DHV......
18.09.15
Berlin – Vor weiterhin hohen Prämien bei der Haftpflichtversicherung für Krankenhäuser hat der Geschäftsführer des Ecclesia Versicherungsdienstes auf dem 16. Deutschen Medizinrechtstag in Berlin......
25.06.15
Berlin – Die gesetzlichen Kassen und die Hebammen streiten weiter über einen Ausgleich für die weiter steigenden Versicherungsprämien für die Berufshaftpflicht. Da die Verhandlungen mit den......
25.03.15
Berlin – Vertreterinnen von Hebammenverbänden haben den Plan der Bundesregierung, Regressforderungen gegen Hebammen bei Geburtsschäden zu beschränken, als unzureichend bezeichnet. „Das Problem der......

Fachgebiet

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige