St. Louis – Ein Biomarker für den Morbus Alzheimer steigt und fällt innerhalb der Liquorflüssigkeit in einem täglich wiederkehrenden Muster, das mit dem Tag- und Nachtzyklus korreliert.
Diese Entdeckungen machten Wissenschaftler um Randall Bateman von der Washington University School of Medicine in St. Louis. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Archives of Neurology (doi:10.1001/archneurol.2011.235). Die Schwankung des Biomarkers ist bei jungen gesunden Menschen am ausgeprägtesten.
Die Wissenschaftler beobachteten in ihrer Studie insgesamt drei Personengruppen: Eine Gruppe mit Personen älter als 60 Jahre mit Amyloid-Plaques, eine Gruppe mit demselben Alter ohne Plaques und eine Gruppe mit gesunden Personen zwischen 18 und 60 Jahren. Bei den Studienteilnehmern maßen die Forscher die Beta-Amyloid-Konzentrationen stündlich für 24 bis 36 Stunden. Gleichzeitig notierten sie die Gehirnaktivität während dieser Zeit.
In der Gruppe mit den Amyloid-Plaques waren die Beta-Amyloid-Konzentrationen nahezu im gesamten Tagesverlauf konstant, in den anderen beiden Gruppen hingegen fielen und stiegen die Konzentrationen in regelmäßigen Zyklen.
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Die Wissenschaftler berichteten, dass die normalen Hochs und Tiefs des Beta-Amyloids bei älteren Personen langsam aber stetig abnehmen. Bei Alzheimererkrankten sind die Beta-Amyloid-Konzentrationen dann konstant.
Die Forscher konnten beobachten, dass bei jungen gesunden Personen die Beta-Amyloid-Konzentration nach sechs Stunden Schlaf am niedrigsten und sechs Stunden nach dem Erwachen am höchsten ist. Obwohl Bateman und Kollegen auch andere Parameter mit möglichem Einfluss auf die Beta-Amyloid-Konzentrationen betrachteten, korrelierte nur der Schlaf-Wach-Rhythmus mit den Konzentrationen des Biomarkers.
Zurzeit prüfen die Forscher, ob eine absichtliche Unterbrechung des Schlafes von jungen gesunden Personen den täglichen Abfall des Beta-Amyloids beeinflussen kann.
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