München – 2010 lagen die Arzneimittelausgaben pro Versichertem in Bayern bei rund 367 Euro und damit mehr als 40 Euro unter dem Bundesdurchschnitt. Auf eine entsprechende GKV-Arzneimittel-Schnellinformation (GAmSi) hat die Kassenärztliche Vereinigung des Bundeslandes hingewiesen.
„Die Zahlen zeigen auch, dass eine Regionalisierung im Gesundheitswesen wichtig und sinnvoll ist. Denn wir haben in den vergangenen Jahren sehr viele Ressourcen in die effiziente Arzneimittelberatung gesteckt“, sagte der Vorstandsvorsitzender der KV Bayerns, Wolfgang Krombholz.
Dazu gehörten unter anderem ein Außendienst als Gegengewicht zu den Pharmafirmen und eine eigene wissenschaftliche Abteilung für Studien zu Medikamenten und deren Wirkung. „Diese Arbeit trägt jetzt Früchte“, so Krombholz.
„Mit unserem Arzneimittelmanagement setzen wir auf die drei Säulen Information, Beratung und Steuerung“, betonte der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Pedro Schmelz.
Die neuen Zahlen zu den Arzneimittelausgaben seien ein Beleg dafür, dass die Ärzte wirtschaftlich verordneten und die Arzneimittelprüfungen beendet werden sollten, so der Vorstand der KV Bayerns.
| Versenden | Teilen |
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.