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Arzneimittelausgaben in Bayern unter Bundesdurchschnitt

Mittwoch, 5. Oktober 2011

München – 2010 lagen die Arzneimittelausgaben pro Versichertem in Bayern bei rund 367 Euro und damit mehr als 40 Euro unter dem Bundesdurchschnitt. Auf eine entsprechende GKV-Arzneimittel-Schnellinformation (GAmSi) hat die Kassenärztliche Vereinigung des Bundeslandes hingewiesen.

„Die Zahlen zeigen auch, dass eine Regionalisierung im Gesundheitswesen wichtig und sinnvoll ist. Denn wir haben in den vergangenen Jahren sehr viele Ressourcen in die effiziente Arzneimittelberatung gesteckt“, sagte der Vorstandsvorsitzender der KV Bayerns, Wolfgang Krombholz.

Dazu gehörten unter anderem ein Außendienst als Gegengewicht zu den Pharmafirmen und eine eigene wissenschaftliche Abteilung für Studien zu Medikamenten und deren Wirkung. „Diese Arbeit trägt jetzt Früchte“, so Krombholz.

„Mit unserem Arzneimittelmanagement setzen wir auf die drei Säulen Information, Beratung und Steuerung“, betonte der erste stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Pedro Schmelz.

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Die neuen Zahlen zu den Arzneimittelausgaben seien ein Beleg dafür, dass die Ärzte wirtschaftlich verordneten und die Arzneimittelprüfungen beendet werden sollten, so der Vorstand der KV Bayerns. © hil/aerzteblatt.de

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mediko
am Donnerstag, 6. Oktober 2011, 01:03

die Sache mit dem "Durchschnitt" ...

Ein "Durchschnittswert" ist typischerweise dadurch gekennzeichnet, dass es Werte darunter und Werte darüber gibt. Ist das so schwer ?
Warum wird immer wieder versucht, uns weiszumachen, dass alle über dem Durchschnitt (im Falle von Kosten) böse sind und alle unter dem Durchschnitt die Guten ... und dass die "oben" sich nur genügend anstrengen müssten, um genauso tief zu liegen wie die Guten ? Dieser Zustand kann nie eintreten - - - auch wenn sich alle herunterarbeiten: Es wird wieder welche über und welche unter dem Durchschnitt geben.
Aber wahrscheinlich macht das ja das Spielchen gerade so reizvoll; diese schwachsinnige Argumentation kann man immer immer immer wieder bringen, ohne jemals nachdenken zu müssen.

"Die neuen Zahlen zu den Arzneimittelausgaben seien ein Beleg dafür, dass die Ärzte wirtschaftlich verordneten und die Arzneimittelprüfungen beendet werden sollten" - eine äußerst unsinnige Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass Bayern hier gerade mal unter dem Durchschnitt liegt.

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