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Zivilisations­krankheiten bremsen Wirtschaftswachstum

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Bad Hofgastein – Herz-Kreislauf-Leiden, chronische Atemwegserkrankungen, Diabetes und Krebs machen in den 53 Ländern der WHO-Region Europa 77 Prozent der Krankheitslast aus und sind die Ursache für 86 Prozent aller Todesfälle. Weltweit sind sie für 63 Prozent der 57 Millionen Todesfälle verantwortlich, wie der Global Status Report der WHO zeigt.

„Wenn die Häufigkeit nichtübertragbarer Erkrankungen um zehn Prozent zunimmt, bedeutet das ein Minus im Wirtschaftswachstum von 0,5 Prozent“, sagte Armin Fidler, Strategischer Berater für Gesundheitspolitik bei der Weltbank, auf dem European Health Forum Gastein (EHFG).

Therapeutische Ansätze griffen gleichwohl zu kurz, um das Problem zu lösen. Medizinisch und ökonomisch sinnvoller seien dagegen wirksame Präventionsmaßnahmen. „Eine Studie der Weltbank hat den Kosten-Nutzen-Effekt von Lebensstil-Interventionen bei Menschen mit hohem Diabetesrisiko aufgezeigt.

Wird ein Präventionspaket mit Fokus auf Ernährungsberatung und Bewegung angeboten, kann in einem Niedriglohnland jeder so investierte Dollar mindestens zwei Dollar an Behandlungskosten einsparen. Bei Ländern mit mittleren Einkommen liegt die Ersparnis sogar bei über drei Dollar“, so Fidler. © ps/aerzteblatt.de

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