Politik

Analyse warnt vor Fachkräftemangel in der Pflege

Dienstag, 18. Oktober 2011

Köln – Dringenden Handlungsbedarf bei der Anwerbung und Ausbildung künftiger Pflegekräfte sieht die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung (GVG). Hintergrund ist eine neue Situationsanalyse des erwarteten Pflegebedarfs und -angebots, welche die Gesellschaft zusammen mit externen Experten erstellt hat. Deren Ergebnisse und zentrale daraus abgeleitete Forderungen sind unter dem Titel „Umgang mit dem Fachkräftemangel in der Pflege“ in der GVG Schriftenreihe als Band 69 erschienen.

Danach werden bereits 2025 zwischen 55.000 und 112.000 Pflegevollkräfte fehlen. „Es ist erforderlich, dass alle Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen und ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um für die Zukunft eine qualitative und menschenwürdige Pflege zu sichern“, hieß es aus der Gesellschaft. Entscheidend sei, gezielt engagierte junge Menschen anzusprechen und für die Pflege zu gewinnen. Außerdem sei eine Reform der Ausbildungsgänge dringend geboten.

Im Augenblick müssten die Berufsanfänger sogar Schulgelder von bis zu 300 Euro monatlich für Altenpflegeschulen bezahlen. Die Arbeitsbedingungen in den Pflegeberufen sei ein weiterer wichtiger Bereich. Es müsse gelingen, mehr gelernte Pflegekräfte im Beruf zu halten. Dazu gehöre nicht zuletzt eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

„Zwar übernehmen in vielen Familien zunächst noch Angehörige die Pflege. Das dürfte in naher Zukunft ganz anders aussehen“, warnte der DAK-Chef Herbert Rebscher bei der Präsentation des neuen Bandes der GVG-Schriftenreihe. © hil/aerzteblatt.de

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