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Zunahme der Brustdichte durch Kombi-Hormontherapie

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Los Angeles – Postmenopausale Frauen unter einer Kombi-Hormontherapie, die unter einem akuten Spannungsgefühl der Brust leiden, könnten möglicherweise ein höheres Risiko für Brustkrebs haben als Frauen ohne dieses Gefühl. Das berichten Wissenschaftler um Carolyn Crandall von der University of California. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Breast Cancer Research and Treatment (doi: 10.1007/s10549-011-1803-9).

Viele Studienergebnisse haben bereits gezeigt, dass eine höhere Brustdichte mit einem höheren Risiko für Brustkrebs einhergehen kann. Bei Frauen mit dichtem Brustgewebe ist das Risiko für ein Mammakarzinom laut der Arbeitsgruppe etwa vier bis sechsmal höher als bei Frauen mit normal dichtem Brustgewebe.

Die Forscher untersuchten nun den Zusammenhang zwischen dem Spannungsgefühl der Brust und der mammographischen Dichte des Brustgewebes nach dem Beginn einer Hormontherapie bei 695 Frauen.

Dabei verglichen die Forscher Frauen mit einer Kombi-Hormontherapie mit Frauen die nur ein Östrogen einnahmen. Sie analysierten das Spannungsgefühl der Brust zu Beginn ihrer Studie und ein Jahr nach dem Beginn der Hormontherapie. Parallel beobachten die Forscher die Dichte des Brustgewebes.

Das neu aufgetretene Spannungsgefühl der Brust war nach dem Beginn einer Östrogen- und Progesterontherapie wesentlich ausgeprägter als nach dem Beginn einer Monotherapie mit Östrogenen allein. Auch der Zusammenhang zwischen Brustdichte und Spannungsgefühl waren bei den Frauen mit einer Kombi-Hormontherapie deutlich ausgeprägter.

Bei den Frauen mit einer Hormon-Kombitherapie und einem Spannungsgefühl der Brust war die mittlere Zunahme der mammographischen Dichte höher (11,3 Prozent) als bei den Frauen, die kein Spannungsgefühl bemerkten (3,9 Prozent). Bei einer Östrogen-Monotherapie zeigte sich hingegen kein Unterschied der Brustdichte bei Frauen mit oder ohne Spannen der Brust.

Diese Ergebnisse seien wichtig, erklärte Crandall, weil Östrogen das Risiko für einen Gebärmutterkrebs erhöhen könne und deswegen meist zusammen mit Progesteron eingenommen werde. © rme/aerzteblatt.de

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