Honolulu – Die derzeitige Wirtschaftskrise scheint jüngere US-Amerikanerinnen empfänglich für eine kostengünstige, aber riskante Alternative zur Schönheitschirurgie zu machen. Injektionen von flüssigem Silikon sollen die Haut straffen. Vor allem die Anwendung im Gesäßbereich ist gefährlich. Auf der Tagung CHEST 2011 berichten Pulmologen über mehrere Fälle eines Silicone Embolism Syndrome.
Silikon ist zwar relativ inert. Es geht im Körper keine chemischen Verbindungen ein. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es vom Gewebe toleriert wird. Plastische Chirurgen warnen immer wieder vor der Möglichkeit von Fremdkörperreaktionen, die dann zu hässlichen subkutanen Knötchen, den Silikongranulomen führen.
Schlimmer hat es drei jüngere Frauen erwischt, die sich von illegalen Therapeuten offenbar größere Mengen Silikon unter die Gesäßhaut injizieren ließen. Das Silikon gelangte in den Kreislauf. In der Lunge kam es zu einer Art Lipidpneumonie.
Das Silicone Embolism Syndrome ist nicht neu. Erstmals wurde es in den 1970er Jahren bei Transsexuellen entdeckt, bei denen ein Brustaufbau durch Silikoninjektionen versucht worden war, berichtet Tathagat Narula von der Louisiana State University in New Orleans.
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