Bristol – Möglicherweise hemmen Arzneimittel, die gegen einen erhöhten Blutdruck verschrieben werden, nebenbei auch das Neuauftreten der Alzheimer-Demenz. Das besagt eine Studie, die Wissenschaftler der University of Bristol in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Journal of Alzheimer’s Disease (doi: 10.3233/JAD-2011-110347) veröffentlicht haben. Dabei fokussierten die Autoren besonders auf solche Antihypertensiva, die das Renin-Angiotensin-System betreffen.
Die Forscher aus England schätzen ihre Studie als besonders wichtig ein, da zum einen das Renin-Angiotensin-System ein wichtiges Instrument zur medikamentösen Blutdruckeinstellung darstelle und zum anderen die Inzidenz der Alzheimer-Demenz ansteige. Nach Einschätzung der Experten wird sich diese in den nächsten 20 Jahren verdoppeln.
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Während unter diesen Patienten das Risiko für eine vaskuläre Demenz um 25 Prozent sank, verringerte sich die Inzidenz für eine Demenz in Form des Morbus Alzheimer sogar um 50 Prozent unter solchen Patienten, die zum Beispiel einen ACE-Hemmer oder Aldosteron-Antagonisten eingenommen hatten.
Das können sich die Wissenschaftler bislang nur durch einen noch unbekannten Metabolismus erklären, der neben der Senkung des Blutdruckes auch positive Effekte auf Gedächtnisverluste oder das Absterben einzelner Hirnzellen hat.
Zwar seien ihre Ergebnisse sehr interessant, resümiert Kehoe, jedoch müssten nun weitere Studien folgen, um den tatsächlichen klinischen Nutzen der Antihypertensiva bei der Alzheimer-Demenz nachzuweisen.
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