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Internisten betonen Bedeutung der Mobilität im Alter

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Wiesbaden – Patienten sollten gemeinsam mit ihren Ärzten alles dafür tun, um im Alter fahrtüchtig und damit mobil zu bleiben. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DEGIM) in Wiesbaden. „Alter an sich schränkt die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen, nicht ein“, sagte Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM.

Ältere Menschen profitierten von ihrer über viele Jahre gewonnenen Fahrroutine. In der Unfallstatistik seien 65-Jährige eher selten vertreten. „Auch viele häufige, mit hohem Alter assoziierte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Rheuma erhöhen das Unfallrisiko nicht oder nur geringfügig“, betonte er.

Auch zu Fuß sei es für ältere Menschen wichtig, sicher auf den Beinen zu bleiben: „Gehvermögen und Ganggeschwindigkeit lassen im Alter nicht zwangsläufig nach“, so Fölsch. Ist dies doch der Fall, sei das oft ein Hinweis auf Erkrankungen. Unmittelbare Gefahr gehe für ältere Menschen aber von einem erhöhten Sturzrisiko aus.

„Knochenbrüche nach Stürzen, hier vor allem Hüftfrakturen, sind eine häufige Ursache für eine Pflegebedürftigkeit“, warnte Corinna Drebenstedt, Geriaterin am Klinikum Nürnberg. Ein unsicherer Gang und Stürze sollten für ältere Menschen immer ein Grund für einen Arztbesuch sein.

„Als Ursache für die Immobilität kommen nicht nur Leiden des Bewegungsapparats infrage. Auch innere Erkrankungen an Herz oder Lunge oder neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson können eine Gangunsicherheit erklären“, betonte sie Schließlich müsse der Arzt auch prüfen, ob nicht Medikamente wie Schlafmittel für die Stürze verantwortlich seien, denn sie lösten nicht selten Schwindel und Gangunsicherheit aus. 

  © hil/aerzteblatt.de

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fjkoelzer
am Donnerstag, 27. Oktober 2011, 09:43

Zweifelhafte Mobilitätsdefinition der Krankenkassen

Menschen mit erheblichen Mobilitätseinschränkungen deren Ursache Erkrankungen sind, die zur Langzeit-Sauerstoff-Therapie führen müssen erfahren, dass die Notwendigkeit einer die Mobilität unterstützenden ärztlichen Verordnung von Krankenkassen oft nicht so umfänglich umgesetzt wird, wie die ärztliche Verordnung das vorsieht. Krankenkassen definieren Mobilität meist als außerhäusliche Aktivität. Die Notwendigkeit der freien Bewegung mit einem mobilen Sauerstoffgerät auch in Haus und Garten wird daher nicht unterstützt. Vielmehr wird der Patient dort "an die Leine gelegt", will sagen, dass die Sauerstoffversorgung von einem stationären, mit Strom arbeitenden Gerät mit angeschlossenem Schlauch (bis 12 m) erfolgen soll. Das führt u. a. dazu, dass dadurch nicht nur die Unfallgefahr wegen des Stolperns durch den Schlauch steigt, sondern so die betroffenen Patienten, die trotz ihrer Erkrankung noch über eine ordentliche, lebensbejahende Mobilität verfügen, diese Restmobilität durch eine nicht umgesetzte Verordnung oder gar eine rein kostenorientierte Umversorgung auf Betreiben der Krankenkassen gänzlich verlieren. Das führt, neben einer Zunahme an Komorbitäten durch die Erkrankung selbst zu den im Artikel beschriebenen Folgen. Die dabei entstehenden Kosten für die Krankenkassen dürften bei weitem die einer von Beginn der Therapie an vernünftigen mobilitätsorientierten Sauerstoffversorgung übersteigen.

Für Fragen zum Thema Langzeit-Sauerstoff-Therapie und Mobilität steht die Deutsche SauerstoffLiga LOT e.V. Betroffenen, Ärzten und Krankenkassen zur Verfügung.

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