Wiesbaden – Patienten sollten gemeinsam mit ihren Ärzten alles dafür tun, um im Alter fahrtüchtig und damit mobil zu bleiben. Das betont die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DEGIM) in Wiesbaden. „Alter an sich schränkt die Fähigkeit, ein Fahrzeug zu führen, nicht ein“, sagte Ulrich Fölsch, Generalsekretär der DGIM.
Ältere Menschen profitierten von ihrer über viele Jahre gewonnenen Fahrroutine. In der Unfallstatistik seien 65-Jährige eher selten vertreten. „Auch viele häufige, mit hohem Alter assoziierte Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Rheuma erhöhen das Unfallrisiko nicht oder nur geringfügig“, betonte er.
Auch zu Fuß sei es für ältere Menschen wichtig, sicher auf den Beinen zu bleiben: „Gehvermögen und Ganggeschwindigkeit lassen im Alter nicht zwangsläufig nach“, so Fölsch. Ist dies doch der Fall, sei das oft ein Hinweis auf Erkrankungen. Unmittelbare Gefahr gehe für ältere Menschen aber von einem erhöhten Sturzrisiko aus.
„Knochenbrüche nach Stürzen, hier vor allem Hüftfrakturen, sind eine häufige Ursache für eine Pflegebedürftigkeit“, warnte Corinna Drebenstedt, Geriaterin am Klinikum Nürnberg. Ein unsicherer Gang und Stürze sollten für ältere Menschen immer ein Grund für einen Arztbesuch sein.
„Als Ursache für die Immobilität kommen nicht nur Leiden des Bewegungsapparats infrage. Auch innere Erkrankungen an Herz oder Lunge oder neurologische Erkrankungen wie Morbus Parkinson können eine Gangunsicherheit erklären“, betonte sie Schließlich müsse der Arzt auch prüfen, ob nicht Medikamente wie Schlafmittel für die Stürze verantwortlich seien, denn sie lösten nicht selten Schwindel und Gangunsicherheit aus.
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