Berlin – Nach dem Tod eines Kindes in Italien an einer Lungenentzündung hat der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) vor der Selbstbehandlung schwerwiegender Erkrankungen gewarnt. Das Kleinkind war am vergangenen Donnerstag gestorben, nachdem es laut der Zeitung „La Republica“ ausschließlich von seinen Eltern homöopathisch behandelt worden war. Neben der Lungenentzündung litt der Junge an einer Gastroenteritis.
Aktuell ermittelt die zuständige Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Tötung gegen das Ehepaar. Sie hätten es unterlassen, das Kind von einem Spezialisten untersuchen zu lassen, obwohl seine Symptome andauerten und alarmierend gewesen seien, so der Untersuchungsrichter Alberto Santacatterina.
„Die Selbstbehandlung einer Pneumonie ist generell unverantwortlich, ob mit Homöopathika oder anderen Medikamenten“, sagte dazu die erste Vorsitzende des DZVhÄ, Cornelia Bajic. Die Behandlung dieser Erkrankung gehöre in die Hand eines Kinderarztes, der dann über eine sinnvolle Therapie zu entscheiden habe.
Weimar – Rund 70 Prozent der gesetzlichen Krankenkassen übernehmen inzwischen die Behandlungskosten für Homöopathie bei speziell dafür ausgebildeten Medizinern. „Für die Krankenkassen ist das...
Witten/Herdecke – Die Mehrheit der Kinderkrebsspezialisten in Deutschland wünscht sich eine bessere Ausbildung über medizinische Methoden und Heilmittel außerhalb der Schulmedizin. Das berichten...
Miami Beach – Die Chelationstherapie, eine auch in Deutschland praktizierte komplementärmedizinische Behandlung zur „Ausleitung“ von Schwermetallen aus dem Körper, hat in der ersten großen klinischen...
Berlin – Mehr Forschung in der Komplementär- und Alternativmedizin hat der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) gefordert. Der Verband begrüßte in diesem Zusammenhang eine entsprechende...
Brüssel – Alternativmedizinische Angebote sind in verschiedenen europäischen Ländern für die Versorgung unterschiedlich wichtig. In ganz Europa ist aber die Forschung zu Komplementär- und...
Berlin – Vor allem in der Behandlung von Nebenwirkungen und bei der Tumornachsorge gibt es Potenzial für komplementäre Methoden und Naturheilkunde. So lautet das Fazit einer Fachtagung über...
Essen – Auf ihren Rechercheservice für Ärzte hat die Karl-und-Veronica-Carstens-Stiftung hingewiesen. Sie betreibt nach eigenen Angaben die größte Fachbibliothek für Komplementärmedizin in Europa:...
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Die Tendenz bei einigen Patienten ist wie folgt: Sie lesen sich im Internet irgendwelche Krankheiten durch und erklären dem behandelnden Arzt er hätte keine Ahnung, weil im Internet hätte gestanden, dass es sich um die oder jene Krankheit handeln würde. Das ist mir leider auch bei "gebildeten" Patienten begegnet. Da wundern solche Unterlassungen, wie hier beschrieben, nicht mehr wirklich.
Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.