Politik

Jeder fünfte Deutsche hat einen Organspendeausweis

Montag, 31. Oktober 2011

Berlin – Mehr als 20 Prozent der Deutschen haben einen Organspendeausweis. Die große Mehrheit davon ist damit einverstanden, dass ihre Organe im Todesfall gespendet werden, nur ein geringer Prozentsatz lehnt eine Organspende ab, wie die Sprecherin der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Birgit Blome sagte.

Seit der Einführung der Willenserklärung am 3. November 1971 hat die Zahl der Besitzer deutlich zugenommen: „Vor zehn Jahren hatten nur rund zwölf Prozent der Deutschen einen solchen Ausweis“, sagte Blome weiter.

In Deutschland warten laut DSO rund 12.000 Menschen auf ein Spenderorgan, davon etwa 8.000 auf eine Niere. „Am meisten werden Nieren und Lebern gespendet, dann folgen Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse“, fügte Blome hinzu. Im Durchschnitt helfe jeder Organspender drei Patienten und schenke ihnen somit die Chance auf ein neues Leben.

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Irrtümlich glaubten viele Menschen, dass es eine Altersgrenze für eine Organspende gebe. Das gebe es zwar bei der Knochenmarkspende, aber bei der Organspende nicht. Da komme es auf die Funktionalität der Organe an, erläuterte die DSO-Sprecherin.

Die bislang älteste Organspenderin sei 98 Jahre alt gewesen und habe ihre Nieren sowie ihre Leber gespendet. „Alle Organe konnten erfolgreich transplantiert werden“, fügte Blome hinzu.

Der Besitz eines Organspendeausweises ist laut DSO weitgehend ausgewogen über alle Altersgruppen verteilt. Auch zwischen Männern und Frauen gebe es kaum Unterschiede. „Es sind nur ein Prozent mehr Frauen, die einen Organspendeausweis besitzen“, sagte Blome.

Nach dem deutschen Transplantationsgesetz können Jugendliche ab dem 16.

Geburtstag ihre Bereitschaft zur Organspende erklären, bereits ab dem 14. Lebensjahr kann einer Organspende nach dem Tod widersprochen werden. © dapd/aerzteblatt.de

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