Mainz – Über Leistungen des deutschen Gesundheitssystems auf eine leicht verständliche Art will das neue Informationsportal „Sozialvital“ informieren. Initiatoren sind das Schuldnerfachberatungszentrum (SFZ) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz.
Das Portal soll mit den Informationen dem Teufelskreis von Armut, Überschuldung und Krankheit entgegenwirken. Die Informationen richten sich an Berater und andere Multiplikatoren, mit Info-Broschüren in verschiedenen Sprachen, aber auch direkt an die Betroffenen.
Das Schuldnerfachberatungszentrum und das Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin kritisieren, dass die gesetzlich Versicherten häufig nicht angemessen und verständlich informiert würden. „Unsere Recherchen zu dem Projekt haben gezeigt, dass die Hotlines von Krankenkassen oft nicht korrekt Auskunft geben“, sagte Stephan Letzel, Leiter des Instituts für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Mainz.
Beispielsweise gab es bei Fragen zu der halbjährlichen Zahnvorsorgeuntersuchung systematisch falsche Auskünfte von mehr als der Hälfte der angesprochenen Versicherungen. „Fakt ist, dass in Deutschland die Versicherten noch keine verständlichen Informationen haben. Gerade für Menschen mit einem knappen Budget, die beispielsweise überschuldet sind, wäre das aber notwendig“, sagte er.
Das Projekt wird von der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank Südwest finanziell gefördert und erfolgt im Rahmen von „Mainz – Stadt der Wissenschaft 2011“.
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