Eingeloggt als

Suchen in

4.850 News Vermischtes

Vermischtes

Deutsche Diabetes Gesellschaft zertifiziert Fußbehand­lungs­einrichtungen

Donnerstag, 3. November 2011

Berlin – Auf ihre Zertifizierung von spezialisierten Fußbehandlungseinrichtungen hat die Deutsche Diabetes Gesellschaft hingewiesen. Vor allem bei Diabetikern, deren Blutzuckerspiegel über viele Jahre schlecht eingestellt ist, besteht die Gefahr, dass sie ein „diabetisches Fußsyndrom“ entwickeln. Ursache für die schlecht heilenden Wunden an Füßen und Beinen sind Schäden an den dort verlaufenden Nerven.

Hinzu kommt häufig eine schwere Durchblutungsstörung. Beides führt dazu, dass die Betroffenen für Schmerzreize an den Füßen nicht mehr empfindlich sind. Ziehen sie sich eine Wunde zu, nehmen sie diese nicht als schmerzhaft wahr. Dadurch verschlimmert sich eine leichte Druckstelle mitunter zu einer tiefen offenen Wunde.

Auf diese Komplikation des Diabetes mellitus gehen in Deutschland jährlich mehr als 42.000 Amputationen von Füßen und Unterschenkeln zurück. Die Folgekosten liegen laut Diabetes Gesellschaft bei rund 2,5 Milliarden Euro.

„Bei den meisten Patienten, die in einer spezialisierten Fußbehandlungseinrichtung behandelt werden, entwickelt sich die Fußerkrankung innerhalb eines halben Jahres zum Besseren“, sagte Joachim Kersken, Oberarzt am Interdisziplinären Diabetes-Fuß-Zentrum am Mathias-Spital in Rheine und Zweiter Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Fuß in der Diabetes Gesellschaft.

In diesem Jahr haben mehr als 90 ambulante und 40 stationäre Einrichtungen das Zertifikat „Fußbehandlungseinrichtung DDG“ erworben. Dafür müssen die Kliniken und Praxen nachweisen, dass ihre Strukturen und die Patientenversorgung den Qualitätsmaßstäben der Fachgesellschaft entsprechen.

Zu den strukturellen Mindestkriterien gehören zum Beispiel die Beschäftigung eines Diabetologen, eines Diabetesberaters oder Diabetesassistenten sowie eines Wundassistenten, Wundexperten oder Podologen. Mindestens ein Behandlungsraum muss ausschließlich für die Wundbehandlung zur Verfügung stehen und entsprechend ausgestattet sein. Für die Gefäßdiagnostik ist laut Diabetes Gesellschaft ein Doppler-Ultraschallgerät unabdingbar. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige
Drucken Versenden Teilen
4.850 News Vermischtes

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Merkliste