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Bahr unternimmt neuen Vorstoß in Sachen Organspende

Montag, 7. November 2011

München – Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung vom Montag einen neuen Vorstoß zur Regelung von Organspenden unternommen. Demnach sollen künftig Krankenkassen oder Ämter die Bürger über das Thema informieren.

Möglich wäre das einem Entwurf aus dem Bundesgesundheitsministerium zufolge entweder über den Versand neuer Krankenversicherungskarten oder wenn die Bürger Führerschein, Personalausweis oder Reisepass abholten. Auf diese Weise solle ein maximaler Grad an Aufklärung erreicht werden. Zugleich sei sichergestellt, dass eine mögliche Entscheidung für eine Organspende nach dem Tod nicht unter Druck zustande komme.

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Trotz inhaltlicher Nähe von verschiedenen Vorschlägen war eine überparteiliche Initiative aller Bundestagsfraktionen bislang nicht zustande gekommen. „Gemeinsam kann es gelingen, die Spendenbereitschaft mit geeigneten Maßnahmen zu erhöhen“, zitiert die Süddeutsche Zeitung aus einem Brief Bahrs an alle Fraktionschefs mit Ausnahme der Linken.

Mit dem nun vorliegenden Gesetzestext hätten die Bürger zwei Möglichkeiten, ihre Bereitschaft zur Organspende zu erklären: entweder wie bisher über den Spendenausweis oder bei gesetzlich Versicherten über die elektronische Gesundheitskarte. Der Text soll zu den Änderungen am Transplantationsgesetz hinzugefügt werden, über die der Bundestag derzeit berät. © kna/aerzteblatt.de

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