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Ärzteschaft

Mecklen­burg-Vorpommern: Attraktivitäts­profil gegen Ärztemangel

Dienstag, 8. November 2011

Schwerin – Der Ärztemangel in Mecklenburg-Vorpommern soll künftig mit passgenauer Suche nach interessierten Kandidaten angegangen werden. Das haben die kommunalen Spitzenverbände und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) vereinbart. „Auf jeden Topf passt ein Deckel“, sagte der Vorsitzende der KV Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Eckert, am Dienstag in Schwerin.

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Jede Gemeinde solle in einem „Attraktivitätsprofil“ beschreiben, was sie auszeichnet, etwa schöne Seen, der Golfplatz oder die gute Kita. So solle für interessierte Hausärzte ein Praxisstandort gefunden werden, der zu ihren persönlichen Lebensumständen passt.

Der Vorschlag sei „ein Baustein, um jene angehenden Ärzte, die noch überlegen, möglichst früh davon zu überzeugen, dass man durchaus gut im ländlichen Raum leben kann“, ergänzte der Geschäftsführer des Landkreistags Mecklenburg-Vorpommern, Jan Peter Schröder.

Mit einer neu eingerichteten Koordinationsstelle sollen die Anwerbeversuche für Ärzte künftig systematisiert werden. „Wenn jemand nur das kleinste Interesse zeigt“, solle man ihn „in Watte hüllen“, sagte Eckert. Der Arzt solle „umfassend bei seiner Suche nach einem Praxisstandort unterstützt werden“.

Derzeit sind nach Angaben der KV im Nordosten 162 Hausarztstellen unbesetzt. Um den Schwund auszugleichen, würden 50 neue Ärzte gebraucht. In Burg Stargard etwa gebe es nur drei Allgemeinmediziner, zwei davon seien über 69 Jahre alt.

Den Ärzten gehe es „nicht ums Geld“, versicherte Eckert. Die Hausarzthonorare in Mecklenburg-Vorpommern seien die höchsten in Deutschland. Es gehe vielmehr um „die Attraktivität der Arbeit und des Standorts und um die Arbeitsbedingungen“. Deshalb sei schon jetzt vereinbart, dass Ärzte etwa nur noch drei Notdienste im Monat machen müssen. Früher seien es acht bis zehn gewesen.

Hilfe bei der Wohnungssuche
Auch die Rahmenbedingungen für Ärzte sollen noch systematischer verbessert werden, kündigte der Präsident des Städte- und Gemeindetags Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dettmann, an. Künftig solle etwa bei der Wohnungs- oder Haussuche geholfen werden.

Als ein „Musterbeispiel für gemeinsame Problemlösungen“ lobte Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) die Initiative von kommunalen Spitzenverbänden und KV. „Wir werden die flächendeckende medizinische Versorgung in unserem Flächenland nur sicherstellen können, wenn alle Akteure des Gesundheitswesens an einem Strang und in dieselbe Richtung ziehen“, sagte Schwesig. © dapd/aerzteblatt.de

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malocherdoc (freespeech)
am Mittwoch, 9. November 2011, 08:55

Klasse am Thema vorbei

"Den Ärzten gehe es „nicht ums Geld“, versicherte Eckert."

Natürlich geht es ums Geld. Es geht immer ums Geld.
"Hilfe bei der Wohnungssuche"
Lächerlich - wir Ärzte sind doch keine HarzIVler, die da antriebs- und hilflos auf Wohnungssuche sind.

Aufwachen in der Realität des Lebens! Wer nix zahlen will, der wird auch keine Dienstleister akquirieren können. Niemand tut sich das an, um sich am Ende des Lebens vielleicht mühsam ein Reihenhäuschen zusammengespart zu haben.
Auf diesen "Wohlstand" kann man verzichten, auch wenn dieser Wohlstand in der "uns-geht's-ja-doch-noch-sooo-gut-Gesellschaft heutzutage schon überdurchschnittlich geworden ist. Letzlich ist der persönliche Preis der körperlichen Substanz durchaus selbstaufopferungswilliger Ärzte einfach zu hoch.

Fakt ist und bleibt wie überall und immerzu auf der Welt:
Wenn die Kasse sprudelt, kommen die Doktors in Scharen - ganz automatisch.

Nochmal: "Hilfe bei der Wohnungssuche" ... da kann man nur lachen.

... und um die totale Inhaltsleere dieser Politschwätzer zu verdeutlichen noch einmal dieses Zitat zum 3-mal durchlesen:

"Als ein „Musterbeispiel für gemeinsame Problemlösungen“ lobte Gesundheitsministerin Manuela Schwesig (SPD) die Initiative von kommunalen Spitzenverbänden und KV. „Wir werden die flächendeckende medizinische Versorgung in unserem Flächenland nur sicherstellen können, wenn alle Akteure des Gesundheitswesens an einem Strang und in dieselbe Richtung ziehen“, sagte Schwesig."

Danke für diesen Beitrag.
Gruß
malocherdoc
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