Aigner will Antibiotika-Einsatz in der Tiermast schärfer überwachen
Mittwoch, 9. November 2011
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| dpa |
Hamburg – Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will den Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung besser kontrollieren. Ziel sei es, bundesweit weniger Antibiotika an Tiere zu verabreichen und die Überwachung durch die Länderbehörden zu verbessern, teilte das Ministerium heute in Berlin mit.
Um dies zu erreichen, sollen nach den Plänen der Ministerin das Arzneimittelgesetz (AMG) sowie die sogenannte DIMDI-Arzneimittelverordnung geändert werden. Geplant sei, Informationen über die Abgabemengen von Antibiotika an Tierärzte und die tatsächlich verbrauchten Mengen aufzuarbeiten. Die Daten sollen den Länderbehörden vollständig zur Verfügung gestellt werden. Damit könnten diese den Arzneimittelstrom von den Tierärzten über die Tierhalter bis hin zum Tier gezielt erfassen.
Darüber hinaus sollen sich Tierärzte künftig noch stärker an den sogenannten Antibiotika-Leitlinien der Bundestierärztekammer orientieren, um einen übermäßigen Einsatz der Medikamente zu verhindern.
Ab Mitte 2012 werden laut Bundeslandwirtschaftsministerium erstmals genaue Daten über die in Deutschland in Verkehr gebrachten Arzneimittelmengen veröffentlicht. Mit Hilfe der Angaben werde deutlich, in welchen Gebieten Deutschlands besonders intensiv Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt werden.
Nach Angaben des
Bundeslandwirtschaftsministeriums nehmen in Deutschland Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Um dies zu verhindern, sieht das Arzneimittelgesetz unter anderem vor, dass Antibiotika nur zur Behandlung kranker Tiere eingesetzt werden dürfen, keinesfalls zur Wachstumsförderung.
© afp/aerzteblatt.de
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