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Krebshilfe fordert mehr Patientenbeteiligung

Dienstag, 15. November 2011

Berlin – Die Patientenbeteiligung weiterzuentwickeln und auf eine stabile Finanzgrundlage zu stellen, hat die Deutsche Krebshilfe zusammen mit verschiedenen Krebs-Selbsthilfe­organisationen gefordert. Mitte November diskutierten rund 150 Patientenvertreter in Berlin unter dem Motto „Patientenbeteiligung: Unser gutes Recht!“ über Sinn und Möglichkeiten, Patienten an Entscheidungsprozessen über das Gesundheitswesen zu beteiligen.

Die Deutsche Krebshilfe hatte die Veranstaltung gemeinsam mit allen von ihr geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen zum siebten Mal ausgerichtet. „Jetzt kommt es auf drei Dinge besonders an: die Finanzgrundlage für die Arbeit der Selbsthilfe zu verbessern, die Legitimation der Patientenvertreter institutionell zu stärken, und die Beteiligungsrechte weiterzuentwickeln“, sagte Gerhard Englert, Vorsitzender der Deutschen ILCO, einer Organisation für Stomaträger und Menschen mit Darmkrebs. Englert ist außerdem Vorsitzender des Patientenbeirates der Deutschen Krebshilfe.

Er forderte, den Patientenvertretern im GBA ein volles Stimmrecht zu erteilen, so dass sie über den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung voll mitentscheiden könnten.

„Gleichzeitig muss man endlich die leidige finanzielle Situation lösen, in der die Selbsthilfe seit Jahren steckt“, sagte er. Auch der Patientenbeauftragter der Bundesregierung, Wolfgang Zöller (CSU), sagte, da es Aufgabe der Krankenkassen sei, Patienten zu vertreten, müssten sie die Selbsthilfe künftig stärker fördern.

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„Mit dem Tag der Krebs-Selbsthilfe haben wir ein politisches Forum geschaffen und erreicht, dass Ärzteschaft und Gesundheitspolitik Patientenvertreter immer mehr als Partner wahrnehmen“, so Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe.

Gemeinsam mit allen von ihr geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen setze sich die Deutsche Krebshilfe dafür ein, dass Patientenvertreter in Fachgesellschaften vertreten seien, bei der Erstellung von Leitlinien mitarbeiteten, im Nationalen Krebsplan der Bundesregierung mitwirkten und generell in gesundheitspolitischen Fragen stärker gehört würden. © hil/aerzteblatt.de

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