Boston – Die Diskussion um die Risiken von Bisphenol A drehte sich bisher vor allem um Baby-Flaschen und andere Plastikbehältnisse. Jetzt zeigt eine Studie im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2011; 306: 2218-2220), dass auch Konservendosen erheblich belastet sind.
Es war bekannt, dass viele Konservendosen innen mit einer Dichtungsfolie aus Epoxidharz beschichtet sind, die Bisphenol A enthält. Die Chemikalie wird an den Inhalt abgegeben und gelangt beim Konsum in den Körper. Bislang ging man davon aus, dass die Exposition gering ist. Deshalb überraschen die Ergebnisse einer kleinen Studie, die Karin Michels von der Harvard School of Public Health in Boston durchgeführt hat.
75 Mitarbeiter des Instituts und Studenten wurden auf zwei Gruppen verteilt. Allen Mitgliedern wurde an fünf Tagen jeweils eine Gemüsesuppe serviert. Bei einer Gruppe stammte sie aus einer Konservendose, für die andere wurde sie frisch zubereitet. Nach einer zweitägigen Auswaschphase wurde gewechselt. Den Teilnehmern, die bisher eine Dosensuppe erhalten hatten, wurde jetzt eine frische Suppe serviert und umgekehrt.
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