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Seniorinnen droht erhöhtes Risiko durch kritische Medikamente

Freitag, 25. November 2011

Hamburg –  Frauen ab 65 Jahre bekommen häufiger als gleichaltrige Männer Medikamente verordnet, die gefährliche Neben- oder Wechselwirkungen hervorrufen können. Das zeigt eine Auswertung von Versichertendaten der Techniker Krankenkasse (TK).

Demnach erhielten zwischen Januar und August 2011 im Schnitt vier von zehn Seniorinnen ein für ihre Altersgruppe potenziell gefährliches Arzneimittel. Bei Männern sind es etwa drei von zehn Senioren. Der Anteil kritischer Medikamente ist damit bei Frauen im Rentenalter rund ein Drittel höher als bei Männern.

Bei den potenziell gefährlichen Medikamenten handelt es sich um insgesamt 83 Arzneimittelwirkstoffe, die in der so genannten „Priscus-Liste“ verzeichnet sind und für ältere Menschen nur eingeschränkt zu empfehlen sind. „Patienten, die ein entsprechendes Medikament erhalten, sollten es jedoch auf keinen Fall eigenmächtig absetzen, sondern stattdessen die weitere Therapie mit ihrem behandelnden Arzt besprechen", rät Thomas Widmann, TK-Arzneimittelexperte und Fachreferatsleiter Arzneimittel bei der TK. 

Die „Priscus-Liste“ haben Wissenschaftler im Auftrag des Bundesforschungsministeriums erstmalig für Deutschland erstellt, um die Arzneimitteltherapie von älteren Patienten sicherer zu machen. Sie enthält unter anderem Medikamente gegen Bluthochdruck, Depressionen und Schmerzmittel. Neben der Übersicht über die Wirkstoffe erläutert die „Priscus-Liste“ die Risiken dieser Medikamente sowie mögliche Therapiealternativen. © hil/aerzteblatt.de

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KClemens
am Montag, 28. November 2011, 14:30

@polmu

liegt wohl daran, daß die Medikamente zwar verschrieben und in der Apotheke gekauft werden. Das heißt aber noch lange nicht, daß die auch alle geschluckt werden. Ich denke, nicht nur meine Mutter hatte eine ansehnliche Sammlung von Medikamenten in ihren Schubladen. Schublade 2 und 3 im Küchenschrank waren immer gut bestückt. Genommen hat sie nur die Medikamente, die sie persönlich für am wichtigsten erachtet hat. Oder von denen der Arzt gesagt hat, darauf dürfe sie keinesfalls verzichten.

Immerhin ist sie mit dieser Methode 90 Jahre alt geworden.
polmu
am Freitag, 25. November 2011, 21:31

Das ist wohl auch der GRund für

die deutlich höhere Lebenserwartung der Frauen.

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