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Deutsche Stiftung Organtransplantation begrüßt Einigung der Parteien zur Organspende

Freitag, 25. November 2011

Köln – Der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Günter Kirste, hat die Einigung der Bundestagsfraktionen zu einer Reform der Organspende als Fortschritt begrüßt. Erstmals hätten sich alle Parteien zum Ziel einer Steigerung der Spenderzahlen bekannt, sagte er heute im Deutschlandfunk. Kirste plädierte erneut für absolute Freiwilligkeit bei der Spende.

Die Bundestagsfraktionen hatten sich gestern darauf verständigt, dass künftig jeder Bürger mindestens einmal im Leben mit der Frage konfrontiert werden soll, ob er zur Organspende bereit ist. Das könne etwa beim Versand der Krankenversichertenkarte geschehen.

Kirste sagte dazu, er halte es für den richtigen Weg, „wenn die Menschen bei jedem Kontakt mit ihrer Krankenversicherung, ob das die Versichertenkarte ist, ob das eine Rechnung ist, ob das ein Vorsprechen in der Kasse ist, immer wieder mit diesem Thema konfrontiert werden“.

Zum Thema möglicher Geldzahlungen für Organe sagte der DSO-Chef: „Jede Form des finanziellen Anreizes in dem Bereich ist eine Katastrophe.“ In einigen Ländern der Dritten Welt habe sich gezeigt, dass daraus schnell eine Form des Organhandels entstehe. „Das ist eine Ausbeutung der armen Menschen zugunsten von reichen. Und das können wir in Deutschland keinesfalls zulassen.“ © kna/aerzteblatt.de

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