Kammer Westfalen-Lippe fordert Anhebung der ambulanten Vergütung
Dienstag, 29. November 2011
Münster – Gerechtigkeit in der Finanzierung der ambulanten medizinischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen (NRW) fordert die Kammerversammlung der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Wir haben in Westfalen-Lippe einen gravierenden Standortnachteil, die Patienten im Land werden regelrecht abgehängt“, warnte Kammerpräsident Theodor Windhorst. Während in Berlin 386 Euro für die gesamte ambulante Versorgung eines gesetzlich Krankenversicherten pro Jahr zur Verfügung stünden, seien es in Westfalen-Lippe nur 321 Euro.
Bei ihrer jüngsten Sitzung unterstützten die Delegierten die Initiative der
Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, die auf eine bundesweit einheitliche Finanzierung der ambulanten Versorgung ziele. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung unterstütze dies. „Es kann nicht sein, dass die Patienten im bevölkerungsreichsten Bundesland so benachteiligt werden“, so Windhorst.
Er betonte, dass auch NRW im Wettbewerb um junge Ärzte stehe. „Deswegen braucht es attraktive Bedingungen für eine Niederlassung, die junge Kollegen ans Land binden können und eine Abwanderung des Berufsnachwuchses in andere Regionen verhindern“, sagte der Kammerpräsident.
© hil/aerzteblatt.de
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