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Bayerische Kranken­haus­gesellschaft beklagt niedrige Investitionen

Montag, 5. Dezember 2011

München – Obwohl das Bundesland Bayern finanziell hervorragend dastehe, seien die Krankenhausinvestitionen auf einem historischen Tiefstand angelangt. Das beklagt die Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG). „Dies ist ein verheerendes Signal für die bayerischen Kliniken“ sagte der Vorsitzende der BKG und Oberbürgermeister der Stadt Forchheim, Franz Stumpf (CSU).

Die Kliniken setzten nun große Erwartungen ín den neuen bayerischen Gesundheitsminister Marcel Huber. „Wir wünschen uns einen Gesundheitsminister mit einer starken Position der bayerischen Interessen in der Berliner Gesundheitspolitik und einen objektiv moderierenden Ausgleich zwischen den unterschiedlichen verbandspolitischen Interessen im Freistaat“ sagte der BKG-Vorsitzende.

Viele Krankenhäuser, die in den vergangenen Jahren ausgeglichene Ergebnisse erzielen konnten, gerieten in diesem Jahr ins Defizit. Der Grund dafür seien aber nicht Missmanagement oder vermeintliche Effizienzreserven, sondern die geänderten Rahmenbedingungen, so der BKG-Vorsitzende.

Laut Stumpf stehen die Erwartungen an die Kliniken und ihre Mitarbeiter einerseits und das Desinteresse der Politik und Öffentlichkeit in keinem Verhältnis zueinander. Er appellierte an die Krankenkassen, gemeinsam grundlegende Fehler im System der Krankenhausfinanzierung zu beheben.

Die Kliniken müssten die immensen Ausgabensteigerungen durch eine faire und nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten orientierte Gegenfinanzierung ausgleichen können. Vor einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation warnte auch die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen (KGNW).

Die Krankenhäuser müssten die Herausforderung aus steigenden Löhnen bei nahezu stagnierenden Einnahmen bewältigen, sagte KGNW-Präsident Hans Rossels heute beim nordrhein-westfälischen Krankenhaustag. Er prognostizierte: „Wenn die Refinanzierung der Tarifabschlüsse ausbleibt, wird es zu einem größeren Abbau von Personal in den Krankenhäusern kommen.“ © hil/aerzteblatt.de

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