KBV-Vorstand Müller gibt seinen Rücktritt bekannt
Freitag, 9. Dezember 2011
 |
| Carl-Heinz Müller /Lopata |
Berlin – Carl-Heinz Müller, Vorstand der
Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), hat angekündigt, Anfang 2012 sein Amt aufgeben zu wollen. Vor der KBV-Vertreterversammlung erklärte er heute in Berlin, er wolle künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und auch wieder verstärkt in seiner Hausarztpraxis tätig sein zu wollen.
Müller bat die völlig überraschte Versammlung um Verständnis für seine „sehr persönliche Entscheidung“. Müller war seit Juli 2007 im Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für den hausärztlichen Versorgungsbereich zuständig.
Politisch zeigte er sich enttäuscht über das Verhalten des
Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherung in den Verhandlungen über den Online-Rollout. Der Verband habe neun Monate lang die Verhandlungen verschleppt, um im Geheimen ein eigenes Alternativkonzept zu entwerfen. Das sei zwar zum Glück vom Tisch. Die Gesellschafterversammlung der gematik hatte am Montag ein stufenweises Vorgehen der Online-Anbindung der Gesundheistkarte beschlossen. Das Verhalten der Kassen sei jedoch ein „Klauen von Lebenszeit“ gewesen. Das, so Müller, wolle er sich nicht mehr antun. „Mir ist es wichtig, diese Zeit für meine Familie zu haben.“
© HK/aerzteblatt.de
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.