Medizin

Antipsychotika: Entzugssymptome bei Neugeborenen

Freitag, 9. Dezember 2011

Bonn – Nach der US-amerikanischen FDA warnen jetzt auch die europäischen Arzneibehörden davor, dass die Einnahme von Antipsychotika in der Spätschwangerschaft zu extrapyramidalen Symptome und/oder Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen kann. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat ein Stufenplanverfahren eingeleitet.

Sofern die Hersteller nicht noch berechtigte Einwände erheben, wird in den Produktinformationen von Antipsychotika künftig darauf hinweisen, dass die Exposition des Feten im dritten Trimenon in den ersten Tagen nach der Geburt zu Symptomen eines Entzugssymptoms führen kann mit Agitiertheit, erhöhtem oder erniedrigtem Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme.

Sofern eine Exposition bekannt ist, wird zu einer sorgfältigen Überwachung des Neugeborenen geraten. Die Mütter werden gebeten, ihren Arzt zu kontaktieren, wenn sie bei ihrem Kind Zittern, Muskelsteifheit und/oder -schwäche, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen bemerken.

Die Häufigkeit des Entzugssyndroms ist unbekannt. Die FDA nannte Anfang des Jahres die Zahl von 69 Fällen im Adverse Event Reporting System (AERS), was aber eine größere Dunkelziffer nicht ausschließt. Laut FDA lagen bei den meisten Frauen, die mit Antipsychiotika behandelt wurden, noch andere Risikofaktoren vor. © rme/aerzteblatt.de

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