Politik

Gute Erfahrungen mit zusätzlichen Betreuungskräften in Heimen

Montag, 12. Dezember 2011

Berlin – Die seit 2008 beste­hende Möglichkeit, zusätzliche Betreuungskräfte in Pflege­heimen einzusetzen, bewährt sich. Das berichtet der Spitzen­verband Bund der gesetzlichen Kranken­ver­sicherung (GKV-Spitzen­verband) auf Basis eines Gutachtens des Iges-Instituts.

Die Wissenschaftler befragten dazu 549 Betreu­ungskräfte und 426 Wohn­bereichsleitungen aus mehr als 200 Pflegeheimen und ergänzten die Befragung durch Interviews mit leitenden Pflege­kräften und Heim­bewohnern.

Die zusätzlichen Helfer kümmern sich vor allem um pflegebedürftige Heimbewohner mit einem erheblichen Betreuungsbedarf, zum Beispiel um Demenzkranke. Sie begleiten diese Menschen im Alltag, gehen mit ihnen spazieren oder aktivieren spielerisch ihre Sinnes- und Gedächtnisleistungen.

Voraussetzungen sind nach der Richtlinie des GKV-Spitzenverbandes ein Praktikum in einer Pflegeeinrichtung und eine Weiterbildung von 160 Stunden. 2010 gab die Pflegeversicherung für die Finanzierung dieser zusätzlichen Helfer fast 442 Millionen Euro aus.

Die Zusammenarbeit zwischen Betreuungs- und normalen Pflegekräften wird von beiden Seiten laut Iges-Studie als bereichernd empfunden. 96 Prozent der befragten Wohnbereichsleitungen sehen in den Betreuungskräften eine große Unterstützung und Entlastung im Alltag. Ebenso viele geben an, dass sich durch die zusätzlichen Helfer die Versorgung der Pflegebedürftigen verbessert habe. Pflegebedürftige seien zufriedener und aktiver als früher.

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Fachlich seien die neuen Helfer mehrheitlich gut auf ihren Einsatz vorbereitet, meinen sowohl die leitenden Pflegekräfte als auch die Betreuer selbst. Laut Studie waren 39 Prozent der Betreuer vorher arbeitslos und 17 Prozent geringfügig beschäftigt. © hilh/aerzteblatt.de

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