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KV Bayerns gibt Ausblick auf die Arbeit 2012

Dienstag, 13. Dezember 2011

München – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bayerns will 2012 bei der ambulanten Versorgung auf individuelle Lösungen setzen, die den regionalen Besonderheiten gerecht werden. Das betonten Wolfgang Krombholz, Pedro Schmelz und Ilka Enger heute in München.

Der Vorstandsvorsitzende der KV, Wolfgang Krombholz, betonte, das neue Versorgungs­strukturgesetz gebe Impulse, um eine Niederlassung in eigener Praxis gerade im ländlichen Raum attraktiver zu machen. Als Beispiele nannte er die Abschaffung der Residenzpflicht und die Aufhebung der Abstaffelung des Honorars bei überdurchschnittlichen Patientenzahlen.

Krombholz zeigte sich allerdings skeptisch, ob dies ausreichen werde, um dem gravierenden Nachwuchsmangel in der ambulanten Versorgung wirksam zu begegnen: „Schon heute ist es kaum mehr möglich, den ärztlichen Bereitschaftsdienst in Bayern flächendeckend aufrecht zu erhalten und die Dienste zu besetzen“, warnte er und forderte die Krankenkassen auf, ihre Verantwortung für die Versicherten stärker wahrzunehmen und zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen.

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Auf die ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) als eine der wesentlichen Neuerungen des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes ging der erste stellvertretende KV-Vorstandsvorsitzende, Pedro Schmelz, ein. „Ich werde mich beim Gemeinsamen Bundesausschuss dafür einsetzen, dass alle bestehenden Regelungslücken geschlossen werden und wichtige Aspekte wie etwa die verbindliche Definition des Facharztstandards als qualitative Voraussetzung für die ASV festgelegt werden“, kündigte er an.

Die zweite stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Ilka Enger, prangerte die mangelnde Verlässlichkeit der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen und die Intransparenz im Honorarsystem an. Sie wolle daher neue Konzepte für die ambulante Versorgung und die Finanzierung der ärztlichen Leistungen entwickeln.

„Ein solches Modell ist im fachärztlichen Bereich zum Beispiel die Kostenerstattung, die wir im Raum Ingolstadt als Modellregion ab dem zweiten Quartal 2012 gemeinsam mit den Partnern vor Ort umsetzen wollen“, sagte sie. © hil/aerzteblatt.de

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