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HPV-Test verbessert Screening auf Zervixkarzinom

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Amsterdam – Die Erweiterung der heutigen Zytologie um einen HPV-Test verbessert die Früherkennung des Zervixkarzinoms. Dies zeigen die abschließenden Ergebnisse einer großen randomisierten klinischen Studie aus den Niederlanden, die im Lancet Oncology (2011 doi: 10.1016/S1470- 2045(11)70296-0) veröffentlicht wurden.

Die POBASCAM-Studie (POpulation-BAsed SCreening study AMsterdam) wurde vor dem Hintergrund des Zervixkarzinomscreenings in den Niederlanden durchgeführt. Die Untersuchung wird dort allen Frauen ab 30 Jahren (Deutschland ab 20) angeboten. Bei einem negativen Test findet die nächste Untersuchung nach 5 Jahren (Deutschland jährlich) statt.

Üblich ist (in den Niederlanden und in Deutschland) eine zytologische Untersuchung (Abstrich nach Papanicolaou). Bei einem verdächtigen Befund schließt sich eine Kontrolle und schließlich eine histologische Untersuchung an.

Seit einigen Jahren gibt es den hrHPV-Test, der das Erbgut von Hochrisikovarianten des humanen Papillomaviren (HPV) nachweist, die Ursache des Zervixkarzinoms sind. Da aber nur die wenigsten HPV-Infektionen zum Krebs führen, ist der Stellenwert des hrHPV-Tests umstritten.

In der POBASCAM-Studie wurden etwa 45.000 Frauen auf zwei Gruppen verteilt. In einer Gruppe wurde nur der herkömmliche Pap-Abstrich entnommen. In der zweiten Gruppe wurde zusätzlich ein hrHPV-Test durchgeführt. In einer zweiten Screeningrunde, fünf Jahre später, wurden in beiden Gruppen beide Tests durchgeführt.

Wie Chris Meijer vom VU University Medical Centre in Amsterdam und Mitarbeiter berichten, wurden in der ersten Screeningrunde durch den hrHPV-Test pro 100.000 Frauen 79 zusätzliche präkanzeröse CIN-3-Läsionen und 30 zusätzliche Karzinome entdeckt. Der verbesserte Nachweis von CIN-3-Läsionen in der ersten Runde hatte zur Folge, dass in den folgenden 5 Jahren pro 100.000 Frauen und Jahr 25 Präkanzerosen und 10 Krebserkrankungen vermieden wurden.

Das Risiko, dass Frauen mit einem negativen Ergebnis im Abstrich und im hrHPV-Test in den folgenden 5 Jahren an einem Karzinom erkranken, war gering. Die Rate lag nur bei 2,2 Krebserkrankungen auf 100.000 Frauenjahre.

Die Editorialisten Hormuzd Katki und Nicolas Wentzensen vom US-National Cancer Institute sprechen sich aufgrund der Ergebnisse für die Einführung eines HPV-Screenings aus. Auch das (für deutsche Ansprüche sehr) lange Screening-Intervall von 5 Jahren sei sicher. Für die britische Stiftung Cancer Research UK liefert die Studie „überwältigende Beweise“ für den Nutzen eines zusätzlichen HPV-Tests.

In Großbritannien wird er derzeit nur in Zweifelsfällen durchgeführt. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt ihn ebenfalls (bei Frauen ab 30 Jahren) nur bei einem unauffälligen Pap-Test. Der Gemeinsame Bundesausschuss konnte sich noch nicht zu einer Kostenübernahme durch die Kassen durchringen. © rme/aerzteblatt.de

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PR Weil
am Sonntag, 18. Dezember 2011, 00:15

...verbessert FÜNFJÄHRIGES Screening...,

müsste diese Überschrift lauten.

Naja, fünfjährig, ist ja schon ganz schön wüst...

Der Artikel enthält übrigens einen Fehler:
Die DGGG empfiehlt eine HAPV-Typisierung n i c h t "nur bei einem u n a u ff ä l l i g e n Pap-Test,
s o n d e r n nur bei einem a u f f ä l l i g e n Pap-Test.

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